Roland Dürre
Mittwoch, der 29. Januar 2020

Brexit

Um den Brexit ist es still geworden. Gestern kam mal wieder etwas zum Brexit in den Nachrichten. Da wurde berichtet, dass Bayern mehr unter dem Brexit leiden würden als die anderen Bundesländer. Weil sie aktuell mehr als diese nach GB exportieren würden. Nämlich vor allem Autos.

Eigentlich eine simple Logik, also keine „breaking news“. Ist möglich. Oder auch nicht. Das weiß kein Mensch.

Ich glaube ja persönlich, dass sich nach dem Brexit nicht viel ändern wird. Wie heißt es: Der Berg kreißt – und gebar eine Maus.

Also liebe Brexit-Gegner: Lasst Euch von den Panikmachern nicht  beeinflussen. So schlimm wird es nicht werden. Und Ihr werdet sicherlich auch ein paar Vorteile von Euerer neuen Freiheit haben.

Ich kann die Brexit-Befürworter gut verstehen. Ich finde die EU „boring“. Noch mehr unwürdiges Politiktheater mit schillernden Schauspielerin. Die Europa-Wahl war eine Unverfrorenheit. Das menschenunwürdige Gerangel um wichtigste Themen stört mich genauso wie die Selbstdarstellung (und -bereicherung) der Protagonisten, das Postengeschacher und die Entscheidungs- und Handlungsunfähigkeit der Gremien. Dass bekannte Missstände wie die Landwirtschaftpolitik aufgrund von Interessensverklemmungen ignoriert werden, darf nicht sein. Und wenn mal ein vernünftiger Vorschlag kommt, dann weiß man schon vorher, dass das nichts wird.

Meine Sympathie für die Menschen und Kulturen in Europa hat nichts mit der EU zu tun. Aber Bürokratie und Überregulierung, die Wettkämpfe nationaler Ego-Staaten stören mich. Und wenn ich an DSGVO und Urheberschutz denke, dann bekomme ich Angst vor der Zukunft.

Dabei habe ich so etwas wie einen europäischen Traum. Ich wünsche mir ein Europa der Regionen, bestehend aus kleinen Staaten, die eine Chance haben, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Kein Vetorecht, ein gemeinsames Bewusstsein, dass Kultur und Geisteshaltung wichtiger sind als Gesetze, eine hohe Solidarität. Mit einer starken Basisdemokratie und einem Parlament, das die Entscheidungswege streng kontrolliert. In dem Lobbyismus und Wahlkampfmarketing nichts verloren hat. Und das dem Politiktheater keine Bühne gibt.

Wie kommt man dahin? Ganz einfach, man löst die Nationalstaaten und ihre Parlamente auf. In Deutschland sind die natürlichen EU-Elemente die Länder. Also, Bundestag und Bundesregierung ersatzlos streichen, Auflösung der Bundesrepublik und Beitritt der Länder in eine reformierte europäische Gemeinschaft, die diesen Namen auch verfügt.

Aber jetzt habe ich mich verplappert. Ich wollte doch nur diese beiden brexit songs meinen Lesern präsentieren. Weil sie einfach sehens- und hörenswert sind.

RND

 

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