Roland Dürre
Montag, der 9. März 2020

Corona

Erinnerungen an die Karibik.

Irgendwie kommt man an dem Thema nicht vorbei. Ich muss bei Corona immer daran denken, wie ich auf einem Touri-Dampfer ganz proletarisch durch die Sonne der Karibik geschaukelt bin und mir „ballermannmäßig“ das Anschauen von Bundesligafußballspielen in der großen Arena an Deck mit zahlreichen Flaschen leckeren Biers aus Mexiko verschönt habe, im Flaschenhals immer den frischen Limonenspalt. Das waren sorgenfreie Zeiten.

Heute dagegen waten wir knöcheltief durch Corona-Viren und -Chaos. Die großen Fußballspiele fallen aus – oder finden in leeren Stadien statt. Der DAX fällt. Die Messen – gleich ob Wein, IT oder Handwerk – werden abgesagt. Als Unternehmer und Mittelständler bekommst Du so richtig Angst. Du bist da aber nicht alleine, die tüchtigen Hausfrauen sehen das genauso und gehen hamstern.

Besonders die Gruppe der Ü80 ist gefährdet, nicht nur in Italien. Gut, dass ich jetzt erst in die Ü70 komme. Der Iran scheint nicht nur bei Trump auf der schwarzen Liste zu stehen, sondern auch beim Virus. Aber nein, wie in Italien werden im Iran überdurchschnittlich viele chinesische Billigarbeiter ausgebeutet. Die leben in beiden Ländern in ziemlich unwürdigen Verhältnissen; so kommen die Dinge wieder zusammen.

In Deutschland sind heute auch zwei Menschen aus der Ü80 am Corona-Virus gestorben. Glücklicherweise haben die Kinder bei uns nur harmlose Symptome, wenn sie an Corona erkranken. Es wird vermutet, dass die Kleinen in ihren ersten Lebensjahren sozusagen von Haus aus ein paar mit Corona verwandte Virusstämme in sich tragen und so ein wenig gegen das Virus immun sind. Auch sonst scheint der deutsche Mensch relativ gut mit dem Virus fertig zu werden. Vielleicht liegt es ja am guten Bier und unserer Saufkultur?

Auf der Suche nach Corona?

Die medizinische Wissenschaft „kann das aber alles nur vermuten“ und glänzt mal wieder mit Nichtwissen. Sie rätselt sich corona-mäßig durch die Gegend. Aber das sind wir ja gewöhnt.

Denn die Götter und Göttinnen in Weiß haben ihre Gehirne auf die Maximierung der kaufmännischen Ergebnisse spezialisiert, da ist für Logik und Fachwissen kein Platz. Und sie haben es ja auch schwer, denn alles was mit Leben und Biologie zu tun hat, ist ziemlich komplex. Und transparente und belastbare Daten haben sie ja auch nicht, das geht ja schon aus Datenschutzgründen gar nicht.

Ich mag ja auch nicht mit dem gelben Corona-Band am Kragen herumlaufen. Wobei ich die zahlreichen Virusstämme, die in meinem Körper ihr Dasein fristen, hier auflisten würde. So wie ich die Medizin verstehe, wäre das aber eine ganz schön lange und langweilige Liste, die keinen interessieren würde. Wie auch die meiner Bakterien, mit denen ich mal mehr und mal weniger symbiotisch zusammen lebe.

Die Hochrechnungen der Epidemiologen klingen ähnlich unsinnig wie die Umsatzannahmen in den Businessplänen von Startups. Messen werden abgesagt wie Großveranstaltungen. Das mit den Messen verstehe ich gut, kam ich nach einer Woche CeBit eigentlich immer mit einer Mordsgrippe heim.

Ich will hier aber nicht jammern, sondern eine Lebenshilfe geben: Was kann ein jeder von uns für sich selber tun?

Meine Empfehlung:
Man darf sich keinesfalls outen! Husten und nießen Sie ab sofort nicht mehr in der Öffentlichkeit! Und hoffen Sie, dass keine Melde- und Testpflicht kommen. Jetzt wo die Impfpflicht ja gerade Gesetz geworden ist, ist das leicht möglich.

Gehen Sie Ärzten aus dem Wege. Fahren Sie in der S-Bahn schwarz und üben Sie, die Kontrolleure frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. So können Sie sich auf die Gesundheitspolizei vorbereiten. Denn die könnte bald kommen.

Ein Freund von mir, der gerade für eine NGO in Malaysia unterwegs war, hat von dort getwittert, wie erleichtert er war, von den lokalen Behörden nach zweimaligen Fieber messen den gelben Unbedenklichkeitssticker für den Rückflug bekommen zu haben.

Denken Sie daran, wenn Sie als Corona-positiv erkannt oder verdächtigt werden, bedroht das nicht Ihre Gesundheit. Aber das könnte Ihre Karriere (und alles andere wie Ihr Einkommen, Ihre Partnerschaft, Ihre bürgerliche Position …) ruinieren.

Kritisieren Sie auch nicht die Einführung Ihnen unsinnig erscheinender Maßnahmen. Das könnte Ihnen nicht gut bekommen. Hysterie kennt keine Meinungsfreiheit. Schnell werden sie stigmatisiert. Und wenn sie sinnlosen Anordnungen nicht folgen wollen, dann lassen Sie sich nicht erwischen. Das könnte Ihnen gefährlich werden, gefährlicher als das Virus!

Also: Verhalten Sie sich unverdächtig. Fallen Sie nicht mit exzessiven Händewaschen und Ähnlichem auf. Denken Sie immer daran: Nicht Sie, sondern die Anderen sind vom Corona-Virus befallen. Verzichten Sie also auf eine Atemschutzmaske und Handschuhe, Sie müssen niemanden vor sich schützen!

So können Sie einen Händedruck ohne Bedenken ablehnen. Bedenken Sie aber, dass der auch nützlich sein könnte. Denn Sie und wir müssen schnell zu einem „Herdenschutz“ kommen. Die Kunst ist es, möglichst schnell immun zu werden. Sie müssen sich also möglichst früh anstecken, ohne dabei schwer krank zu werden oder gar zu sterben. Eine ganz einfache Regel.

Für uns Männer ist das nicht leicht! Wie oft in meinen Leben habe ich mich schon (vermeintlich?) schwer, ja sogar todkrank zur Arbeit geschleppt. Die Barbara hat das immer als „Männergrippe“ bezeichnet. Dann habe ich massiv gelitten – aber trotzdem ganz ordentlich programmiert.

Da fällt mir ein, dass ich meine besten Schachpartien im zarten Alter von 17 in tief erkältetem Zustand gespielt habe. Wo ich bis heute nicht weiß, ob ich damals an der Grippe oder einer massiven Erkältung und Schnupfen erkrankt war?

Vielleicht kann mir ja ein kompetenter Mediziner bei Gelegenheit den Unterschied zwischen normaler Erkältung und Grippe erklären? Wäre ich echt dankbar. Aber die Mediziner erklären mir nichts. Sie hoffen, dass das Virus mit der Frühlingserwärmung verschwindet. Schau mer mal. Im italienischen Frühling scheint es ihm ja noch bestens zu gefallen.

Ich kann mich auch freuen: Haben jetzt sogar die Herren von CSU und CDU erkannt, dass Globalisierung nicht unbedingt immer gut ist. Die fordern jetzt, dass man der Wirtschaft Quoten vorgibt, wieviel sie in Deutschland produzieren müssen. Christliche Autarkie und Planwirtschaft!

Auch bei der Digitalisierung sind wir auf groteske Art und Weise von Indien und China abhängig. Infosys (Anmerkung des Autors: ein indisches IT-Haus) hat schon eine Reihe von Dax-Konzernen in eine radikale digitale Abhängigkeit gebracht und mit chinesischer Technologie ist es ähnlich. Das muss ich mal der CSU berichten. Vielleicht gibt es dann ein Gesetz, das vorschreibt, dass SW in Deutschland geschrieben werden muss!

Vielleicht noch ein Vorschlag zur Bekämpfung des Corona-Virus. Lieber Krisenstab des Robert-Koch-Instituts, holt Euch einfach ein paar gestandene CIOs, die erklären Euch gerne, wie man das in der IT mit den Viren macht. Da könnt Ihr viel für Euer Corona-Virus lernen.

RMD

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