Roland Dürre
Mittwoch, der 17. August 2016

Dankbarkeit.

Zurzeit gibt es in IF-Blog nicht so viel zu lesen. Das liegt daran, dass ich gerade eine Auszeit am schönsten Platz der Welt nehme. Gemeinsam mit Barbara und in Begleitung von Anna (Tochter #2), Sophie (Tochter #3), Caroline (Enkelin #1) Nicolas (Enkel #2) und Patrick (Schwiegersohn #1).
🙂  Die Angaben in Klammern betreffen die zeitliche Reihenfolge.

Blick vom Zelt nach Norden in Richtung Gythio.

Blick vom Zelt nach Süden.

Seit vier Nächten und Tagen sind wir in Porto Ageranos auf dem Peloponnes, zirka 10 km südlich von Gythio, dem alten Hafen von Sparta. Wir schlafen im Zelt, direkt am Strand des Ägäischen Meeres,keine 25 Meter von den Wellen entfernt. Wir leben in der Natur. Das Meer rauscht und singt uns sein Lied. Nachts läßt sich der Vollmond von den Sternen am Himmel feiern. Der Zeltplatz ist nicht sehr voll und wird täglich leerer.

Mein Rhythmus hat sich eingeschwungen. Am Morgen schwimme ich zuerst mal je nach Lust und Laune eine halbe bis ganze Stunde ans andere Ende unserer Bucht. Zurück geht es zu Fuß am Strand. Dann gibt es ein wunderbares Frühstück, frisches Weißbrot mit selbstgemachten Marmeladen, griechischem Käse und Ei er in verschiedenster Zubereitung. Besonders mag ich das Rührei mit frischen Tomaten und Paprika.

Der Vormittag vergeht schnell im Nichtstun. Die beiden kleinen halten uns auf Trab. Wir machen mit unserem Kajak kleinere Ausflüge dem Strand entlang und mit den Rädern mittlere und längere Toruren durch die Berge von Mani. Ab und zu geht es nach Gythio, wo das lokale Leben uns vereinnahmt. Und dies selten ohne Pause im Touristik – dem größten Café mit Blick auf dem Hafen.

Mittags gibt es Tomatensalat und Früchte. Ab und zu ergänzt von frischen Eierfrüchten gebraten mit viel Knoblauch und Olivenöl oder in der Pfanne geröstetem Knoblauchbrot und Abends haben wir soviel Tavernen zur Auswahl, dass es schwierig ist, sich zu entscheiden.

Von der Welt bin ich weit weg. Zwar lade ich mir regelmäßig die Süddeutsche aufs Handy und verfolge den Live-Ticker von Haching. Und pflege meine Chats. Aber das ist es auch schon. Insofern bin ich zurzeit eher ein wenig zurückgezogen und konzentriere mich auf mich selbst.

Auf der Überfahrt von Ancona nach Patra habe ich das kleine Büchlein „Dankbarkeit“ von Oliver Sacks gelesen. Ich habe es von Rolf geschenkt bekommen anläßlich meines Vortrages beim „Lions Club Opera“ in München. Rolf Hüttmann macht viele tolle Dinge und übt unter anderem die Präsidentschaft des Clubs aus. Das Jahr seiner Präsidentschaft hat er unter das Motto „Achtsamkeit“ gestellt und mich zu meinem Vortrag zur digitalen Transformation eingeladen.

Rolf kenne ich erst ein paar Wochen. Er ist ein sehr kluger und weiser Mensch, so durfte ich in den bisherigen wenigen Begegnungen mit ihm schon so viel lernen. Er hat mich erst mit dem Werk von Oliver Sacks bekannt gemacht und mir eine wunderbare Widmung geschrieben und mich darauf aufmerksam gemacht, dass wir soviel hinter uns haben, um Dankbarkeit zu empfinden und hoffentlich noch so viel vor uns haben, um dieses Gefühl steigern zu können.

Erst dank Rolf habe ich verstanden, wie groß das Mass meiner Dankbarkeit ist und wie sehr mich diese glücklich macht.

RMD

Blick vom Zelt nach Norden in Richtung Gythio.

Blick vom Zelt nach Norden in Richtung Gythio.

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