Roland Dürre
Dienstag, der 3. Januar 2012

Das Dilemma des Salzhändlers

Einer meiner Freunde ist Baustoffhändler. Baustoffhändler handeln in Bayern meistens auch mit Salz. Das ist ein nettes Zubrot im schwachen Winter.

Mein Freund hat jetzt ein Problem. Er hat noch Salz, das er am Ende es letzten Winters bekommen hat, aber nicht mehr verkaufen konnte. Wenn er es nicht bald los wird, geht es kaputt. Dabei ist nicht das Salz das Problem, sondern seine Verpackung. Das sind Säcke, die sind lichtempfindlich und zersetzen sich bei UV-Strahlung. Abdecken kann er das Salz aber nicht, weil es dann feucht wird (trotz der Verpackung). Klingt zwar unglaublich, ist aber wohl so.

Jetzt muss für ihn ganz schnell der Winter wieder zurück kommen. Damit sich die Depots der Kommunen und Straßenbauämter schnell leeren und wieder gefüllt werden können. Sonst muss das Salz entsorgt werden, und das kommt doppelt teuer. In die Natur darf man das nicht benutzte Salz keinesfalls entsorgt werden!

Mein Dilemma dagegen ist trivial. Ich meine ja, dass man das Straßensalz per Definition immer in der Natur entsorgt. Darauf könnte man bis auf ganz wenige Ausnahmen gut verzichten. Es schadet meinem (Rad-)Material und vernichtet Natur.

So fällt mir ein neuer Leitspruch ein:

Verzichten statt Vernichten!

Passt wohl auch auf viel mehr.

RMD

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