Vielen Dank an die Zuhörer der Regionalgruppe München der GI und des German Chapter ACM, die am 6. April meinem Vortrag im Eden-Wolff in München beigewohnt haben. Hier wie gewünscht eine kurze Zusammenfassung des Inhalts.

Ich habe den Vortrag in vier Kapitel gegliedert:

  1. Vorstellung meiner Person und Erklärung, was ich so treibe und warum ich es tue.
  2. Erklärung des Begriffes Informatik am Beispiel des Menschen
  3. Kurzabriss der Entwicklung von Mensch und Technologie und der großen gesellschaftlichen Errungenschaften in den letzten 8 Millionen Jahren
  4. Ethisches Verhalten, individuell, für Manager und in sozialen Systemen.

1.) Vorstellung meiner Person

Hier habe ich es mir leicht gemacht und meine beiden Websites duerre.de und www.IF-Blog.de präsentiert. Die erstere ist meine private Seite – mehr für den engeren Kreis gedacht – hier steht mein Lebenslauf und ganz persönliche Gedanken. IF-Blog mache ich gemeinsam mit Freunden, wir wenden uns an Manager, Unternehmer und Informatiker und schreiben zu fachlichen Themen wie auch zu Alltagsproblemen.

2.) Erklärung des Begriffes Informatik

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An einem Strichmännchen auf meinem Flipchart habe ich modell- und spaßhaft die Leistungen von Kopf und Körper erläutert. Jeder Mensch hat einen Kopf und einen Körper. Am Kopf sieht man die Sinnesorgane (Augen, Mimik, Mund, Nase,  Ohren), die zum Senden und Empfangen von Nachrichten dienen (zum Kommunizieren). Das Gehirn übernimmt die Datenverarbeitung.

Der Körper enthalt das Kraftwerk (Lunge, Magen, Organe aller Art). Teil des Körpers sind die Füße zum Laufen und die Hände zum Greifen (Mobilität und Beute machen).

Zwischen Kopf und Körper gibt es einen Regelkreislauf. Empfangene Eindrücke (Informationen) werden vom Körper an den Kopf gesandt, das Gehirn verarbeitet die Daten und steuert die Reaktionen des Körpers.

Es liegt nahe, alle Technologien, die dem Kopf des Menschen dienen, als Informatik zu bezeichnen. Den Interessen des Körpers dienen dann die restlichen Ingenieurswissenschaften.

3.) Entwicklung von Mensch und Technologie und der großen gesellschaftlichen Errungenschaften

Der Urahn des Menschen hat vor 8 Millionen Jahren begonnen, sich aufzurichten. Damals begann die Entwicklung des Menschen. Nach langer Anlaufzeit hat die letzten 200 Jahre eine atemberaubende Beschleunigung unserer technologischen Entwicklung stattgefunden. Auf der Seite der Informatik scheint mir diese noch nicht zu Ende. Die Menschheit ist aber auch weiser geworden. Insofern erfüllen wir die Forderung des berühmten Zitats von Bertrand Russel zumindest teilweise:

» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit. «

Die Aufklärung hat uns vieles gebracht:

  • Menschenrechte und Bürgerrechte
  • Frauenrechte
  • Gleichheit der Rassen
  • Demokratie
  • Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative, Judikative)
  • Gewaltmonopol des Staats
  • UNO-Charta
  • Frieden in Europa (Erzfeinde Frankreich-Deutschland …)

Aufklärung fängt aber erst an! Und muss dringend fortgesetzt werden. Wir müssen in die Zukunft schauen und auf den eigenen Verstand vertrauen! Und unsere Ideen und Gedanken vernetzen.

Was könnten die neuen Utopien der Aufklärung sein? Ich empfehle, über ein Beenden der Strafkultur (Prügelstrafe, Freiheitsstrafe, Geldstrafe, Todesstrafe) mal nach zu denken. Das klingt zwar richtig utopisch – aber die Gleichheit von Frau und Mann galt vor nicht allzu langer Zeit auch als utopisch.

4.) Ethisches Verhalten

Angewandte Weisheit besteht sicher aus ethischem Verhalten.

Eigenschaften einer „ethischen“ Person:

  • Zuhören können.
  • Alterozentriert denken.
  • Keine Beschränkung aufs ich und heute.
  • Wissen, dass Menschen fühlen, wünschen und nicht nur rational werten.
  • Versuchen, das Leben eigenverantwortlich zu führen (Freiheit)
  • Zivilcourage und konstruktiver Ungehorsam aufzubringen.
  • Bereit sein, Lebenswissen aufzusammeln und einzusetzen.

Eigenschaften eines „ethischen“ Managers:

  • Nie eindimensional denken und handeln.
  • Sich vernünftige Ziele setzen.
  • „Sag was Du tust, tue was Du sagst!“
  • Autonomie von Dogmen.
  • Fähigkeit zu einer sittlich verantworteten Güterabwägung.
  • Menschen nie bloßes Mittel zum Zweck sehen.
  • Sie nicht ihrer Würde berauben.

Funktionales Denken funktioniert meisten gar nicht gut.

Eigenschaften einer „ethischen“ Gesellschaft:

  • Einüben und Beherrschen von Techniken zum Erkenntnisgewinn und zur demokratischen Mehrheitsfindung.
  • Fähigkeit zum Konsens.
  • Sich dem Gesetz freiwillig zu unterstellen
  • Aber auch die Bereitschaft, wenn notwendig Widerstand zu leisten.

Die Kunst ist die Gratwanderung zwischen Moral und Ethik, Ethik muss einspringen, wenn die Moral versagt.

Beendet habe ich den Vortrag mit der Erinnerung an die alte Indianerweisheit:

  • Behandle Deine Mitmenschen mit „Love, respect and honour“!
  • Gehe mit Tieren, Pflanzen, der Natur, den Flüssen, Deiner ganzen Welt genauso um!
  • Und handle immer für die nächsten sieben Generationen.

RMD

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