Roland Dürre
Donnerstag, der 12. November 2009

Die Bayern-LB schreibt wieder Verluste …

In den Nachrichten höre ich, dass die Bayern-LB wieder kräftige Verluste schreibt. Gerüchteweise soll es im bisherigen Geschäftsjahr um 1,5 Milliarden EURO gehen. Bei den anderen „sanierten“ Banken ist es wohl ähnlich.

Bei der aktuellen Finanzweltwirtschaftskrise hätte ich mir eine „kontrollierte Insolvenz“ der kaputten Banken gewünscht. Das war der Standpunkt eines Außenseiters, es gab eine dreiste „Gewissheit“, dass die Banken als „systemrelevant“ gerettet werden müssen.

Dabei hatte ich eine gute Begründung:

Die „normalen Kosten“ der BayernLB habe ich „pi mal Daumen“ auf 1 – 2 Miliarden im Jahr geschätzt. „Normale Kosten“ sind für mich die Kosten für Gehälter, Büros, Verwaltung etc., also nicht die geschäftsspezifischen Aufwendungen.

Der Ausgangspunkt meiner Überlegungen war, dass eine BayernLB mit seriösem und ihrer Aufgabe konformen Geschäft diese Kosten nicht mehr erwirtschaften, geschweige denn die Altlasten abtragen können würde. Deshalb habe ich mir die „kontrollierte Insolvenz“ gewünscht, in deren Rahmen man ja durchaus für „systemrelevante“ Schulden hätte bürgen können.

Jetzt steht den normalen Kosten kein Erträge aus Geschäften sondern neue (wenn auch geringere) Verluste gegenüber. Eine Sanierung ist nicht möglich, weil alleine der Abbau von Personal ein mehrfaches von dem kostet, was das Personal laufend kostet.

Es erscheint nach wie vor eine Lösung des Bank-Dilemmas ohne Insolvenz oder „insolvenz-ähnliche“ Maßnahmen nicht möglich.

Eine alte kaufmännische Regel heißt, dass man schlechtem Geld kein gutes nachwerfen soll.

RMD

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