Roland Dürre
Sonntag, der 13. November 2011

E-Mail '"Die Kulturzwiebel" oder "Auf Heldensuche"' To A Friend

Email a copy of '"Die Kulturzwiebel" oder "Auf Heldensuche"' to a friend

* Required Field






Separate multiple entries with a comma. Maximum 5 entries.



Separate multiple entries with a comma. Maximum 5 entries.


E-Mail Image Verification

Loading ... Loading ...

4 Kommentare zu “„Die Kulturzwiebel“ oder „Auf Heldensuche“”

  1. Eberhard (Sonntag, der 13. November 2011)

    Hallo Roland,
    zuerst einmal danke für den Hinweis auf meinen Kulturzwiebel-Beitrag. Ich freue mich aber noch mehr, dass Dir ganz ähnlich gelagerte Gedanken durch den Kopf gehen wie mir. Nachstehend noch ein Link aus meinem privaten Blog, in dem Beitrag hatte ich einige der Gedanken noch weiter entwickelt.

    LG und noch ein schönes Wochenende, Eberhard

    http://log.aebby.de/die-leitkultur-des-homo-consumentis/

  2. Chris Wood (Dienstag, der 15. November 2011)

    What about Luther and Gutenberg? Of successful German politicians, Willy Brandt comes nearest to my concept of a hero. Georg Elser was an unsuccessful hero.
    In my youth, Marlon Brando and Bob Dylan were my cultural heroes.
    Of course Elisabeth I, Shakespeare and Churchill are heroes to almost all of us English.
    Certainly add Nelson and Cook, perhaps also Cromwell, Marlborough and Wellington, but then the list is rather too military.

  3. Hans Bonfigt (Dienstag, der 15. November 2011)

    Och, meine Herren – warum so misanthropisch ?

    Das Bild der „Kulturzwiebel“ gefällt mir ja ganz gut –
    wenn ich meine Zwiebel schäle, kommt da vieles zum
    Vorschein. Und das meiste efällt mir gut. Denn es ist
    *meine* Zwiebel und *ich* bin es, der darüber bestimmt,
    was hineinkommt und was nicht. Und ja, zu meinem Kultur-
    kreis gehören nur Menschen mit einer ähnlichen Mischung.

    Als Kind hat mich stets die Frage umgetrieben, „wie konnte
    es zum „Nationalsozialismus“ mit seinen widerwärtigen
    Wirkungen kommen – Günter Grass hat in der „Blechtrommel“
    eine ganz klare Antwort gegeben. Nebenher, mögen tu‘ ich
    ihn auch nicht, aber er gehört zu Recht zu unserem Kultur-
    kreis und man kann sich mit ihm auseinandersetzen.

    Helden ?
    Aber bitte sehr, denken Sie nur an Werner Fink.
    Jeden Abend in vollem Bewußtsein, jederzeit von Gestapo-
    Spitzeln denunziert zu werden („Kommen Sie mit, meine
    Herren ? Oder soll ich mitkommen ?“) – und trotzdem
    jeden Abend gespielt.
    Während mich Kohl und Brandt als hohle Schwätzer schon als
    Kind angeekelt haben, hatte ich Zeit meines Lebens großen
    Respekt vor Helmut Schmidt, der sicherlich kein Musterde-
    mokrat war, schon gar kein Sozialdemokrat, aber ein
    Mensch, der verantwortlich führen konnte.
    Oder nehmen Sie den soeben verstorbenen Franz-Josef Degen-
    hardt, der neben Agitprop auch wirkliche Poesie gespielt
    hat, nehmen Sie nur den „Vorstadtfeierabend“.

    Unser Kulturkreis wurde geprägt von vielen interessanten
    Wissenschaftlern, deren Wirken unsere Arbeiten bis heute
    beeinflußt, für mich ist das vor allem Ludwig Boltzmann,
    mit dessen Erkenntnissen ich immer wieder in verschiede-
    nen beruflichen Stationen konfrontiert wurde.

    Ganz nebenher finde ich es auch wunderschön, daß Unter-
    nehmen wie die Interface AG Veranstaltungen wie die kom-
    mende am 18. November anbieten, auf die ich mich schon
    jetzt freue. Das ist gelebte Kultur.

    Denn Kultur ist alltäglich.

    Ach die Etymologie gibt hierzu einen Hinweis,
    lat. ‚colere‘ (mit ‚cultum‘ als 2. PPP) bedeutet sowohl
    „verehren“ wie auch „pflegen“ und „anbauen“. Meine Kultur
    drückt sich auch darin aus, wie ich ein Schreiben aufsetze
    oder meine Schaltschrankleitungen verlege.

    Grundannahmen:
    Ja, ich hatte das Glück, in der Schule einen längeren
    Diskurs über unser Grundgesetz zu erleben und ich empfinde
    dieses als etwas sehr Kostbares. Menschenwürde, Recht auf
    freie Meinungsäußerung, auf Leben und körperliche Unver-
    sehrtheit, aber vor allen Dingen Recht auf freie Entfal-
    tung der eigenen Persönlichkeit sind elementare Grund-
    rechte, die es nicht umsonst gibt.
    Hier sind intelligente Menschen gefordert, beispielsweise
    gegen unappetitliche Eiterbeulen wie „facebook“ vorzuge-
    hen, weil sie richtig gefährlich sind:
    http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2010/12/the-free-model.html

    Schon mein alter Herr pflegte zu warnen, „wir gehen nicht
    daran kaputt, weil wir zu viele Extremisten hätten, son-
    dern weil wir zu wenig Demokraten haben“.

    Kultur beantwortet nicht nur die universelle Frage,
    „Wo stehen Sie ?“, Kultur beantwortet auch tagtägliche
    Fragen, etwa die, ob „Europa“ eine Fehlkonstruktion ist:
    Denn solange Belgien ein Burka-Verbot einführen kann und
    Frankreich starke Kryptographie verbietet, kann man klar
    sagen, daß ja – weil hier Staaten das verletzen, was in
    unserem Kulturkreis als Minimalkonsens gilt.

    Lieber Roland, wenn Sie sich etwas mehr mühe geben, wird
    auch Ihre Zwiebel schmackhaft !

  4. Zeitenwende: Das Ende der digitalen Welt? - IF-Blog (Montag, der 8. Juli 2019)

    […] der Kulturzwiebel als Modell kann man Gesellschaft und Kultur beschreiben. Siehe auch http://if-blog.de/rd/die-kulturzwiebel-oder-auf-heldensuche/). Zur „Zwiebel“ gehören auch Produkte, Sprichworte und Witze, Aussehen, all das und […]

Kommentar verfassen

*