Roland Dürre
Montag, der 12. März 2012

Die Neuigkeiten vom Wochenende …

Wieder mal so ein Tag, wo man besser nicht Nachrichten hören und Zeitungen lesen sollte.

Was ist mir heute haften geblieben?

  • Zuerst mal habe ich gehört, dass Frau Merkel in Afghanistan ist/war. Anscheinend hat sie gemerkt, dass „Nichts gut ist in Afghanistan“. Mit einer „unangekündigten Reise“ besucht sie die Bundeswehr in Afghanistan. Merkel hatte zunächst zu den deutschen Soldaten in der „Unruheprovinz“ Kundus gewollt. Das war aber wegen schlechten Wetters (Schneefalls) nicht möglich.
    Bleibt mir die Hoffnung, dass Frau Merkel jetzt nach ihren Reiseeindrücken mal eine sinnvolle Entscheidung im Rahmen ihrer einsamen Kehrtwendungen macht und nach ihrer Rückkehr den Spuk beendet. Wegen mir auch gerne aus wahlkampf-taktischen Gründen.
  • Vielleicht ist die Ursache des Überraschungsbesuchs unserer Kanzlerin ja der Amok-Lauf eines amerikanischen Soldaten in Afghanistan. Da hatte einer der amerikanischen Soldaten wohl die Nase voll und hat sein PTSD schon vor der Rückkunft in die Heimat genommen.
    Ansonsten ist der Amoklauf nicht überraschend, wissen wir doch, dass das in USA ganz gerne gemacht wird und auch hier schon die Welt beginnt, nach zu eifern.
  • Eine interessante News heute morgen im Wirtschaftsteil der (Papier-)Süddeutschen war auch, dass die Griechenlandhilfe jetzt wohl doch zum CDS-Fall wird.  Am 1. März wurde das noch rigoros ausgeschlossen (Handelsblatt), am 10. März dann schon als reelle Möglichkeit (allerdings mit katastrophalen Folgen) eingeräumt (FAZ) und heute in der SZ steht dann, dass es jetzt so weit ist aber auch beherrschbar wäre.
    Für mich auch so ein Zeichen, dass da eh schon lange jede Form von Rationalität abhanden gekommen ist.
  • Dazu passt dann auch die Meldung von gestern im Handelsblatt, dass die „Badbank HRE weitere Steuermilliarden verschlingt“.
    Hat da wirklich jemand etwas anderes erwartet?
  • Von Asse habe ich heute morgen auch mal wieder gehört. Während seine Chefin in Afghanistan ist muss Bundesumweltminister Norbert Röttgen das marode Atommülllager bei Wolfenbüttel besuchen (erstmals in seiner Amtszeit!). Dort lagern seit 1978 rund 126.000 Fässer mit radioaktivem Atommüll. Das Bergwerk droht einzustürzen und läuft mit Wasser voll. Wie man die Fässer rückholen soll, weiß man nicht. Man weiß aber, dass es nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums bis zu 40 Jahre dauern und viele Milliarden € kosten wird.
    Ich freue mich, dass diese Neuigkeit auch schon bei unserem Umweltminister angekommen ist.
  • Passend dazu sehe ich ganz oben bei der SZ, dass uns das strahlendes Erbe der Atomkraft länger erhalten bleiben wird und der Rückbau deutscher AKW länger und mehr kosten wird (- als geplant?). Offen wäre vor allem die Frage: Wohin mit dem strahlenden Müll?
    Schon wieder so eine Neuigkeit, die mich nicht überrascht. Aber schön, dass sie mal so klar verbalisiert wird.

Dann mache ich doch besser die Augen und Ohren zu und will nichts mehr hören. Zu viel Finanz- und Atommüll am frühen Morgen.

Dabei gibt es auch gute Nachrichten:

  • Haching (SpVgg) hat am Samstag souverän gegen den VfB Stuttgart gewonnen (Bericht) auch wenn es nur die zweite Mannschaft war) und
  • Gestern im Volkstheater habe ich „Der Kaktus“ gesehen. Wieder eine herausragende Uraufführung – die Premiere war am 5. November 2009.

So war es doch ein schönes Wochenende.

RMD

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