Roland Dürre
Mittwoch, der 30. Januar 2013

Die Rohstoffe des südlichen Amerikas

Unsere Kanzlerin ist sehr fleißig. Rund um die Uhr arbeitet sie. Sie scheut auch keine und noch so lange Dienstreise. So war Frau Merkel gerade mit Tross auf Südamerika-Tour. Mit Brasilien hat sie eine der Supermächte der Zukunft besucht. Dort hat sie um die Rohstoffe gekämpft. Um unsere Rohstoffe. Für Deutschland. Für die deutsche Industrie. Gegen die Chinesen.

Habe ich jetzt vielleicht ein wenig vereinfacht dargestellt. Aber so habe ich es den Medien entnommen.

Aber was ist das wieder für ein Unsinn! Wir haben eine „globalisierte“ Welt – besonders in der wirtschaftlichen Dimension. Das erklärte Ziel von EU und USA ist die radikal freie Marktwirtschaft, außer wenn es um die eigene Geschäfte geht. Auch in Europa ist Privatisierung die Zauberformel.

So ist klar, dass die Rohstoffe an den gehen werden, der am meisten dafür bezahlt. Was vielleicht langfristig sogar hilft, das richtige Ziel „keine Verschwendung“ zu unterstützen. Nur ist es halt noch nicht so weit. Kann aber schnell passieren.

China aber ist unser Produktions-Land. Seit Jahren schließen wir Produktionsanlagen in Europa und verlagern sie nach Asien. Weil das billiger ist und wir auch so den Lärm und den Dreck von schmutziger Industrie los sind. Und uns nur noch um die Entsorgung des importierten Wohlstandmülls kümmern müssen.

Insofern müssten wir doch eigentlich dafür sorgen, dass China freien Zugang zu den Rohstoffen erhält. Und uns überlegen, wohin wir unseren Wohlstands-Müll exportieren. Wie auch den Atom-Müll, den wir ja jetzt endlich auch gesetzeskonform ins Ausland entsorgen dürfen.

Vielleicht geht die nächste Dienstreise unserer Kanzlerin dann doch wieder nach Afrika. Natürlich für Deutschland.

RMD

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