Roland Dürre
Mittwoch, der 1. Februar 2012

Die Story von der Fahrkarte im Briefkasten

Shit happens. Mir sogar öfters.

Heute Morgen auf der Fahrt nach Frankfurt. Bin in Eile. Will noch einen Brief DIN A4 einwerfen. In der Aktentasche sind die Fahrkartenausdrucke im selben Fach wie der Brief. In München Hbf sehe ich einen Briefkasten. Mit behandschuhten Fingern hole ich den dicken Umschlag raus, Briefkastenklappe auf, Umschlag rein. Alles mit Tempo.

Wie nachher rekonstruiert, habe ich die Fahrkarten gemeinsam mit dem dicken Brief erwischt und auch im Briefkasten versenkt.

Im EC722 fehlen mir die Papiere mit den ausgedruckten Fahrkarten. (Noch) ist es mir ein totales Rätsel, wo diese nur geblieben sein könnten. Habe die Fahrkarten auch dabei, aber nur „virtuell“. Wunderschön strahlen sie mich und den Zugchef an, aber eben nur auf dem schönen Display meines MacBook Air.

Der Zugchef ist freundlich und versteht meine Situation. Hilft aber nichts. Die zum Ausdruck bestimmten im Web gekauften Fahrkarten in eine „Handy-Fahrkarte“ umzuwandeln gelingt mir auf die Schnelle nicht. Ist vielleicht auch gar nicht möglich?

So bin ich ohne gültige Fahrkart unterwegs. Identifiziere mich mit Bahncard und Personalausweis. Der arme Zugchef tippt ganz lange in sein Gerät. Und der Umhänge-Computer (wie heißt er eigentlich?) spuckt einen entsprechend langen Zettel aus.

Anscheinend hat mein Versehen einen hoch komplizierten Geschäftsfall ausgelöst. Der Text auf dem langen Zettel klingt bedrohlich, macht mir aber auch ein wenig Hoffnung.

Bin gespannt, wie es weiter geht.

Wenn die Bahn mich für mein Missgeschick mit mehr als 15 € bestraft, dann werde ich an dieser Stelle ganz schön schimpfen und viele Menschen bitten, den Artikel zu retweeten. So mal versuchen, einen kleinen „shit storm“ zu entfachen!

🙂 Wäre mein erstes Mal – und jeder fängt ja klein an.

Aber ich bin ja Optimist und hoffe auf ein Happy End! Und dann werde ich die Bahn loben. Jetzt schau mer mal …

RMD

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2 Kommentare zu “Die Story von der Fahrkarte im Briefkasten”

  1. Jens Hoffmann (Mittwoch, der 1. Februar 2012)

    Ich würde einfach das nächste Mal ein Handyticket holen, da gibt es das Papierticket noch als Beleg zusätzlich in die Mail. Dann hast Du auf jeden Fall ein Backup: Ticket ausdrucken und Handy mitnehmen.

  2. Hans Bonfigt (Mittwoch, der 1. Februar 2012)

    Gönnen Sie sich eine BC100First.
    – Sie sparen sich alle MVV-Fahrscheine
    – Fahrradmitnahme unentgeltlich möglich, MVV und DB
    – Nie wieder am Preissystem irgendwelcher Verbünde
    verzweifeln, da gültig in allen Nahverkehrsmitteln
    bundesweit
    – Kostenlose Gepäckbeförderung
    Tja, und geldwerten Vorteil müssen Sie auch nicht versteuern.

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