Roland Dürre
Sonntag, der 22. Januar 2012

Die ultimative Rettung der Gipsi-Länder …

Heute mal „Quatsch am Sonntag“!

Aber böser Quatsch.

Vor kurzem hat jemand erwähnt, dass Griechenland die größte „Panzerdichte“ in Europa besitze. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber nehmen wir mal an, es wäre so. Ganz unwahrscheinlich ist es ja nicht.

Die Panzerdichte eines Landes würde ich definieren als
„die Summe des Gewichts aller Panzer eines Landes geteilt durch die Bevölkerung dieses Landes“.

Dieser Logik folgend gäbe es ja auch eine U-Boot-Dichte (Summe Bruttoregister aller U-Boote eines Landes dividiert durch …) oder eine Minendichte (Gewicht des Minenarsenals eines Landes dividiert …) und so weiter.

Dann wäre es doch eine Alternative, die Griechen nicht mit Sparvorschlägen zu terrorisieren, sondern ihnen einfach die Kampfjets, Panzer, U-Boote, Minen und ihr sonstiges Kriegsspielzeug wegzunehmen.

Und wenn dann die bösen Nato-Türken kommen, um Griechenland zu erobern, könnte man ja die Bundeswehr zur Verteidigung entsenden. Da wir so eine gute Bonität haben, können wir uns ja unsere Armee weiter leisten, notfalls halt auf Pump.

Dabei könnte man dann auf den Gedanken kommen, dass man mit den anderen Gipsi-Ländern genauso vorgehen könnte. Ohne Militär würden die Gipsi-Länder ihre Schulden viel schneller los werden.

Das würde auch zu unserem deutschen Vorurteil passen, dass die Soldaten der südeuropäischen Länder eh nie so die ganz tollen Kämpfer waren – was sie mir aber nur sympathisch macht – und schon im zweiten Weltkrieg ja immer die Deutschen letztendlich den Job machen mussten, den die Italiener z.B. vorher vermasselt hatten.

Die Italiener, Portugiesen und Spanier gegen Tunesien, Libyen und Marokko zu verteidigen, das würden Armée de l’air & Luftwaffe gemeinam sicher schaffen – vielleicht mit dem Schriftzug Merkozy auf dem linken und Sarkel auf dem rechten Flügel der Flugzeuge. Das ist natürlich alles nur Quatsch.

Obwohl – mittlerweile könnte ich mir fast schon vorstellen, dass manche Politiker sogar solchen Quatsch ernst nehmen und als Bedrohung ihrer Lobbyisten von der Waffenindustrie betrachten würden. Und die würden aber sofort im voraus eilenden Gehorsam entgegnen, dass der Vorschlag nicht umsetzbar ist. Wir müssen doch Arbeitsplätze erhalten, und dafür ist auch die Rüstung gut genug.

Den Innenminister könnte man sicher für solche Ideen gewinnen. Denn wenn man die „Gastarbeiter“ (was für ein Unwort) aus Italien, Griechenland, Portugal, Spanien und besonders auch aus der Türkei aus unseren Problemvierteln raus und in die Bundeswehr hinein integrieren (noch so ein Unwort) könnte, wären doch alle Probleme gelöst 🙂

Jetzt fällt mir aber ein, dass die Griechen dann die neu entdeckten Erdöl-Vorkommen in den kritischen Gewässern zwischen der Türkei und Griechenland gar nicht mehr sichern könnten. Ist das schon das frühe  KO-Kriterium und somit das aus für meinen genialen Plan?

Aber wie gesagt – alles Quatsch. Und selbst unserem Euro-Retter-Kabinett in Berlin traue ich nicht zu, solche dummen Ideen ernst zu nehmen.

Fast hätte ich von Worte wie Horror- oder Grusel-K. gesprochen. Das mache ich aber nicht, weil man das nicht tut. Weil es sich nicht gehört, unqualifiziert klein zu machen. Es ist auch unfair. Glaube eigentlich ernsthaft, dass die da oben ihren Job halt so gut wie sie es können. Und es sind doch auch nur Menschen. Nur bin ich halt immer öfters schon sehr enttäuscht.

RMD

P.S.
Für Bayern aber gibt es Hoffnung. Wir haben ja unseren Seehofer, der wird denen da oben schon zeigen, wo der Bartl den Most holt und ihnen den Lastenausgleich streichen! Weil wenn Deutschland am Schluss vielleicht sogar noch Frankreich retten muss, dann muss der Bayer ja Deutschland und ganz Europa retten. Und das schafft  sogar der Kini Seehofer nicht.

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