Roland Dürre
Mittwoch, der 23. September 2015

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2 Kommentare zu “DIESEL-GATE”

  1. Andreas Zeuch (Donnerstag, der 24. September 2015)

    Hi Roland,

    danke für Deine Gedanken. Ich sehe allerdings noch mindestens einen weiteren Aspekt: Warum wurde denn die täuschende Manipulationssoftware entwickelt und installiert? Meine vage Vermutung: Wer das wirklich kreative und inspirierende Unternehmensziel vorgibt, bis zum Jahre X der größte Autobauer der Welt zu sein, muss natürlich Gas geben. Der Verkauf muss immer weiter wachsen. Und dazu bedarf es dann eben einiger Tricks und Kniffe.

    Insofern ist das Ganze doch nur eine absolut logische Konsequenz der wirklich großartigen, enkelsicheren Zielsetzung und Art und Weise der Unternehmensführung und -gestaltung. Wer sein kompetetives Verhältnis zu seinen Genitalien zum Unternehmensziel und -zweck macht, hat entweder selber Hand angelegt oder darf sich zumindest nicht wundern, wenn ein paar Etagen weiter unten alles getan wird, die Ziele zu erreichen. Schließlich hat der liebe Herr Winterkorn seinen FK, die die Zielvorgaben nicht erfüllten, wohl kaum Anerkennung und Wertschätzung für die trotzdem geleistete Arbeit gezeigt.

    Ich für meinen Teil hatte mich schon über diese infantil-postpubertäre Zielsetzung vor Jahren öffentlich lustig gemacht. Interessanterweise wurde das Streben nach der „Nummer 1“ weder in der Fachpresse noch in der Öffentlichkeit allzu kritisch betrachtet. Und jetzt schreit die ganze Welt. Ulkig. Und verlogen.

    HG
    Andreas Zeuch

  2. rd (Donnerstag, der 24. September 2015)

    Lieber Andreas, es gibt noch mehr erstaunliche und erschreckende Dimensionen an diesem Skandal, die man ja überall lesen kann.

    Mich bewegt in meinem Artikel natürlich die Sicht des Software-Mannes, der hier eine Büchse der Pandorra geöffnet sieht – und Dich in Deinem Kommentar die des Psychologen.

    Diese sehe ich allgemein so, dass es viele Menschen gibt, die irgend etwas äußerliches brauchen, um überhaupt (über-)leben zu können. Beim kleinen Mann ist das dann oft der Golf als ein einzig wahrer Freund und beim großen halt dann der Konzern.

    Wobei – wie Du sicher verstanden ist – Auto und Konzern hier nur eine Metapher für die Krücke ist, die wir brauchen um am Leben vorbei zu leben.

    Danke für Deinen Kommentar!

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