Roland Dürre
Sonntag, der 8. April 2018

Ein (mein) demokratisches Manifest.

„Neue alte Erkenntnisse“

Thesen zum Nachdenken nach einer Diskussion mal wieder mit Leuten, die – nicht nur – eine Ahnung von Datensicherheit haben.

Datensicherheit geht im normalen Leben nicht
(und schon gar nicht mit IT)
Antivirus- und sonstige Sicherheits-Software ist der „Wolf im Schafspelz“
(wirkt wie Schlangen-Öl und öffnet die Tore erst so richtig).
Das Geschäft mit der Angst schadet allen
und beherrscht den Widersinn und Unverstand in der
öffentlichen politischen & gesellschaftlichen Diskussion
(Das ganze habe ich aufgeschrieben, weil ich froh bin, jeden Tag dazu zu lernen und das Gelernte gerne teilen mag).

WIR BRAUCHEN

  • Großen Mut an Stelle von Kleinem Geist
  • Dissidenten und Deserteure und keine der Obrigkeit folgenden System-Agenten
  • Menschen, die Eigenverantwortlichkeit leben und keine Befehlsempfänger, die sich darauf beschränken, Vorgaben umzusetzen.
  • Verrat an Stelle von Geheimhaltung
  • Keine Daten-Schützer sondern Geheimnis-Verräter
    (die wir Deutschen „whistle blower“ nennen).
  • Keine Geheim-Dienst-Leister sondern Transparenz-Garantie-Geber.
  • Kein DSGVO sondern Verpflichtung zur Transparenz.
  • Keine Datenschutzbeauftragten sondern Offenlegungsmenschen
  • Die Liste wäre noch fortzusetzen.

Allfällige Anmerkungen:

FRAGE: Welche stolze Nation hat wohl am meisten Deserteure und Dissidenten hingerichtet? Ich weiß es nicht, aber Deutschland war da bestimmt gut dabei.

MERKE: Nicht der Verrat ist schlimm sondern die Geheimhaltung. Denn ohne Geheimhaltung gibt es keinen Verrat – Geheimhaltung macht diesen erst möglich.

DENK DRAN: Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit (und werden beides verlieren).

NOGO: Das Aufstellen von Behauptungen und die Verweigerung von Belegen dafür mit dem Hinweis auf „Schutz de Quellen“. Das ist doch absolut absurd, auch weil es einen grenzenlosen Vertrauensvorschuss einfordert, den niemand verdient hat.

MISSTRAUEN: Vorsicht vor Abkürzungen. Die großen Einführer von Abkürzungen waren in Deutschland die Nazis (NSDAP). Allein das ist schon ein Grund gegen Begriffe wie DSGVO zu sein. Denn fast immer verbirgt sich klägliches hinter den strammen Großbuchstaben.

NOCH EINE FRAGE: 
Warum akzeptieren wir die Mittelmäßigkeit? (Rupert Lay)?
und vor allem:
Wie wirklich ist die Wirklichkeit? (Watzlawick).

Letzteres vor allem, weil so viele Leute heutzutage meinen, dass sie im Besitz der Wahrheit währen und vielleicht deshalb so unverantwortlich herum schwätzen.

RMD

3 Kommentare zu “Ein (mein) demokratisches Manifest.”

  1. Chris (Sonntag, der 8. April 2018)

    What’s wrong with Mittelmäßigkeit?
    It goes with democracy.
    Was Lay an elitist?

  2. rd (Montag, der 9. April 2018)

    Ich meine, dass Mittelmäßigkeit an sich das „Normale“ ist. Ich bin nicht „glücklich“, wenn meine Werte, mein Einsatz und mein Handeln von Mittelmäßigkeit bestimmt ist. Ich möchte nicht, dass mein Wille zu „Erkennen“, „Verstehen“ und „Wissen“, also zum dazu Lernen von Mittelmäßigkeit bestimmt wird.
    Ich glaube, dass jeder Mensch, der aus der Mittelmäßigkeit zumindest ein wenig herausragen will, „Elitist“ ist – auch wenn er dies gar nicht selber so sieht. Nach dieser – wie ich zu gebe -schwachen (mittelmäßigen) Definition wären Du und ich wie auch Rupert Lay „Elitisten“. Deshalb werde ich weiter darüber nach denken und versuchen, Definition und Verständnis von Elite für mich weiter zu verbessern.
    Jetzt meine ich, dass ein Merkmal der „Elite“ ist, dass Sie die Werte durch die Zeit trägt und an der evolutionären Veränderung der Werte mitwirkt.

  3. Detlev Six (Montag, der 9. April 2018)

    Chris, dein Kommentar ist ein Kommentar ganz in deinem Sinn: smart.

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