Roland Dürre
Dienstag, der 2. März 2010

Ein sportliches Wochenende

Am Freitag ging es los. Gleich am Mittag nach dem letzten Meeting bei InterFace in Richtung Innsbruck.

Dort waren wir mit Freunden und Partnern zum Bobfahren in Igls verabredet. Treffpunkt war das Gästehaus Bogner in Absam, in dem wir auch untergebracht waren.

Nach einer mentalen Vorbereitung auf das Ereignis holte uns der Bus ab. Es ging vorbei an der Olympia-Sprungschanze. Wir parkten am Fuß der Bobbahn. Wie ein silberner Tatzelwurm räkelt sich der Eiskanal am Hang.

Nieselwetter. Das störte die Bobs nicht, sie donnerten in Serie herunter. Einer wurde von Susi Erdmann gefahren. Beim Zuschauen wurde es manchem von uns ein wenig mulmig.

Dann war es soweit. Auf dem ersten Bild winde ich mich in den Bob. Ganz schön eng so ein Bob.

Es los. Ab in den Eiskanal. Mehr als 1.000 Meter in weniger als einer Minute. Zuerst Tempo aufnehmen, hinein in den Kreisel und dann mit fast 120 km/h hinunter ins Tal. Im Auslauf wird noch ein wenig touchiert, heftiges Bremsen und wir sind am Ziel. Hurra, wir haben es geschafft!

Ein gutes Gefühl. Wir schauen noch im Auslauf zu, wie die Bobs herunterkommen. Einer nach dem anderen. Wie Geschosse rasen sie unter der Brücke durch, hinein in den Auslauf.

Dann geht es zurück in Hotel – zum „Après-Bob“. Irgendwie befreit, richtig hungrig und durstig.

Es wurde eine lange Nacht. Die Bobfahrt hatte einiges an Adrenalin freigesetzt. Dem entsprechend offen war die Stimmung und es fand sich genug Raum für viele spannende Gespräche. So richtig Lust hatte keiner, ins Bett zu gehen. War einfach toll.

Der Samstag diente der Erholung von der Bobfahrt. Irgendwie war die Erinnerung an die Fahrt durch den Eiskanal noch richtig wach. Und es gab zu Hause viel zu erzählen.

Am Sonntag ging es wieder los. Vormittags, wie jeden Sonntag in den Wintermonaten, Hallenfußball in Neubiberg. Lief irgendwie besonders gut. Ob es am Bobfahren lag? Ein schönes Spiel, ein hoher Sieg, was will man mehr.

Am späten Nachmittag war FC Bayern in der Allianz-Arena angesagt. Das klassische Nord-Süd-Derby Bayern gegen Hamburg. Und: Der FC Bayern feierte seinen 110-jährigen Geburtstag.

Und wieder setzten die Bayern Maßstäbe. Auf jedem Stuhl lag ein Schal für jeden Bayern-Fan bereit. Kein Reklameschal, nein ein richtig schöner Bayern-Schal zum 110-jährigen Jubiläum, als Danke schön an die Fans.

Schon die Dramaturgie vor dem Spiel war super. Dann ging es los. Bei stürmischen Wind wurde es ein schweres Spiel für die Bayern. Wie bestellt gegen Ende der ersten Halbzeit ein wunderschönes Abendrot über dem Stadion.

Die Bayern haben das Spiel mit 1:0 gewonnen, durch einen Gewaltschuss von Ribery. Am Montag stand in der Zeitung, dass der Ball auch über 100 km/h schnell war, fast so schnell wie der Bob. Und die Bayern waren an ihrem Jubiläumstag endlich mal wieder Tabellenführer der Bundesliga.

Nach dem Spiel gab es dann ein noch Riesenfeuerwerk mit bengalischem Feuer. Ein Tag der guten Laune, nicht nur beim FC Bayern und für uns ein schöner Abschluss eines abwechslungsreichen Wochenendes.

RMD

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