Roland Dürre
Montag, der 27. September 2010

„Eine unendliche Geschichte“ oder „Gesundheitsreform“

Mir scheint, dass unsere Regierungen seit mindestens einer Dekade unsere „Gesundheit reformieren“ :-).

Noch viel länger ist mir ein ganz einfacher Vorschlag bekannt, der die Kosten mit großer Wahrscheinlichkeit senken würde.

Und gegen den ich noch keinen vernünftigen Einwand gehört habe.

Eine Transparenz der Kosten schaffen!

Das könnte man so machen, dass jeder Patient zeitnah zur Behandlung eine präzise Information über die Kosten erhält, welche Kosten die Behandlung und die Medikamente verursachen.

Und optimistisch wie ich bin, glaube ich, dass das sehr schnell zu einem veränderten Verbraucherverhalten führen würde.

Aber will man das überhaupt?

Die Anbieter und Lieferanten (Ärzte, Kliniken, Pharmazie …) am Gesundheitsmarkt wollen doch genauso wie die Anbieter auf allen anderen Märkten vor allem wachsende Umsätze und steigende Ergebnissen.

Die Umsätze und Gewinne bei der Summe der Anbieter eines Marktes zu erhöhen und gleichzeitig das Marktvolumen und damit die Ausgaben der Abnehmer und die Höhe der Zuschüsse zu senken, ist ein Paradox!

Also gehe ich mal davon aus, dass eine Kostensenkung durch einfache Maßnahmen wie „Schaffen von Transparenz“ gar nicht erwünscht ist! Sonst hätte man diesen einfachen Vorschlag in einer der vielen Reformen doch schon längst mal ausprobiert.

RMD

P.S.
Fast alle Regierungen dieser Welt haben ja ein ähnlich paradoxes Problem. Sie geben regelmäßig mehr Geld aus, als sie einnehmen. Dies  immer mit steigender Tendenz.. Sie lösen das Parados auf eine sehr trickreiche Art und Weise. Die explodierenden Schulden werden bei Banken geparken, für die sie bürgen. Eine geile Anwendung des Baron von Münchhausens-Prinzip, der sich selbst samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen hat.

P.S.1
Bild und Graphik sind aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons eingebunden. Urheber des Bildes von der Intensivstation ist von Peter Rimar, es zeigt eine U.S. Armeeschwester am Bett eines jungen Irakers im IBN Sina Hospital, Irak (April 2004). Urheber der Graphik ist JHeuser.

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1 Kommentar zu “„Eine unendliche Geschichte“ oder „Gesundheitsreform“”

  1. Chris Wood (Montag, der 27. September 2010)

    I don’t think it would be enough to make the costs transparent. I can have three rounds of physiotherapy for an injury. If I realise after two rounds that I am almost cured, I will still take the third round, which may perhaps still help a bit. I can estimate the cost pretty well; three hours of skilled labour, plus practice costs.
    One could make the patients pay the costs, but the people do not want a system where the poor die of easily curable diseases. Anyway, the poor would then spread disease.
    Alternatively, people could pay for medical services in proportion to their wealth or earnings, as well as in proportion to the costs. There is precedence for this; people pay for minor crimes in proportion to their earnings.
    But this is unfair to those who (by chance) are chronically ill.
    One sees that there is no simple solution. And, of course a complex solution itself adds to the costs.

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