Roland Dürre
Freitag, der 10. Juni 2011

Energiewende – sparen und investieren, nicht subventionieren!

Die Situation ist pervers. Die Stromerzeugung durch Atomkraft will man beenden. Ich bin dafür!

Gleichzeitig will man gigantische Anreize für den Umstieg auf Elektromobile schaffen.

Das passt nicht zusammen, ist in sich widersprüchlich und wird nicht funktionieren.

Nein, wir müssen investieren, und zwar ziemlich viel. Gleichzeitig in dezentrale und in Verbundlösungen. Die Herausforderung ist so groß, dass wir beides brauchen werden.

Wahrscheinlich müssen wir wieder „Stadtwerke“ und Infrastrukturbetriebe aufbauen, in staatlichem Besitz, modern gemanagt und ohne Beamtenmief. Und ausgestattet mit besonderen gesetzlichen Möglichkeiten.

Immer nur weiter Subventionen zu verteilen, wird nichts bringen. Die privaten Konzerne werden die Situation nicht retten können.

Aber genauso wichtig – wir müssen endlich beginnen, Energie vernünftiger zu nutzen und einzusparen!

Der beste Anreiz zum Sparen ist der Preis. Die Lösung ist doch ganz einfach: Energie teurer machen und mit den Einnahmen vernünftige Lösungen bauen. Das wird sicher alte Industrien schädigen – aber neue befördern – denn Innovation ist nun halt mal zu aller Erst kreative Zerstörung.

Der Wandel (neudeutsch „Change“) kommt auf jeden Fall. Und dann meine ich, ist es besser, ihn aktiv anzugehen als sich von ihm überraschen zu lassen.

Die Welt, wie wir sie kennen, die wir lieben und die uns zu leben ermöglicht, ist in Gefahr. Die drei stärksten Bedrohungen dürften der Klimawandel und die Verseuchung der Welt mit Plastik und Radioaktivität sein. Vielleicht auch noch kriegerische Auseinandersetzungen.

Es ist wahrscheinlich nicht mehr fünf vor sondern fünf nach zwölf. Wir müssen die Fakten akzeptieren und etwas tun. Kriege beenden und an der Zukunft arbeiten. Ganz einfach! Warum ist das alles so utopisch?

RMD

P.S.
Die Aufnahmen zeigen Vulkane und Schwefellandschaften auf Hawaii.

2 Kommentare zu “Energiewende – sparen und investieren, nicht subventionieren!”

  1. Hans Bonfigt (Samstag, der 11. Juni 2011)

    Muß doch mal deutlich schimpfen, Sie „innovativer Entrepreneur“.

    Was bei Ihrer MNobilität überzeugt, ist das „Vor-Leben“.

    Vergleichen Sie einmal dazu Schaumschläger wie Sickmar Gabriel, die öffentlich publikumsträchtig in der Bahn sitzen und heimlich die gepanzerte Dienstlimousine von München nach Berlin schicken, um möglichst bequem den mörderischen Parcours von 3 1/2 Kilometern vom Haltepunkt Berlin-Mitte zum „Dienstsitz“ zu gelangen.

    Allerdings gerieren Sie sich genau so in der wirrtuellen Welt. Und hier kann keineswegs Unwissenheit als Entschuldigung herhalten, dazu habe ich zuviel von Ihrer „Computer-Vintage“ (die in Wirklichkeit aktueller und relevanter ist als alles Geseiere von der ‚Cloud‘, die wir ja schon seit 25 Jahren nutzen).

    Nehmen wir gefährlichen Schwachsinn wie „Facebook“, „youtube“ oder „Twitter“:

    Das, was Sie empfehlen, stecke ich bei allen Kunden drektemang in den Filter und reduziere damit das Transfervolumen ‚mal eben um schlappe 70%.

    Aber nicht nur das: Ich reduziere damit die Rechenlast auf den Servern und Workstations maßgeblich:
    Denn Idiotenplattformen für den modernen, möchtegerndigitalen Exhibitionisten brauchen dank Java, Javascript und ähnlich obsoletem und gefährlichen Mist *richtig* Leistung. Kein Witz, ich kenne Leute, die sich einen neuen Rechner gekauft haben, weil sie „Farmville“ flüssiger spielen wollten.

    Vor gar nicht so langer Zeit reichte ein Rechner mit 20 MHz völlig aus, um sämtliche Internetangebote zu nutzen.
    Machen Sie sich jetzt einmal den Spaß, mit einen schwächeren Rechner einfach nur ‚twitter.com/rolandduerre‘ aufzurufen. Sie langweilen sich zu Tode.

    Während irgendwelche selbsternannten „Verbraucherschützer“ von Verpflichtungen zur „Barrierefreiheit“ faseln, wird faktisch ein großer Teil der Internetnutzer durch „Innovationen“ wie WebGL oder ähnlichen Sondermüll diskriminiert.

    Bei einem Kunden hat ein leicht bis mittelschwer verpeiltes „Plone-Team“ ( http://www.yhun.de ) eine „Begrüßungsseite“ fürs „Intranet“ verbrochen, die lässig einen um den Faktor *200* erhöhte Netzlast und um den Faktor *1.000* erhöhte Last auf den lokalen Endgeräten erzeugt.

    Mit „Diensten“ wie „Facebook“ ist es weitaus schlimmer:

    Wenn Sie zum Beispiel einen „Facebook -Gefällt mir“ – ‚Button‘ auf einer Webseite einbinden, übermittelt der Browser dessen, der Ihre Seite aufruft, ungefragt sensible Daten an den amerikanischen Adressenhöker:
    Mit welcher IP-Adresse Sie unterwegs waren, ob Sie ‚Facebook‘-Mitglied sind (Browser-Cookies machen es möglich), welche Seiten Sie abgerufen haben.
    Das ist eine „Vorratsdatenspeicherung“, die weit über das hinausgeht, was sich Himmlers Nachfolger im Berliner Reichssicherheitshauptamt in ihren kranken Phantasieen zusammengestümpert haben.

    Aber ich will den politischen Aspekt gar nicht thematisieren, sondern vorrangig den Umweltaspekt beleuchten:

    Der Einsatz moderner ‚Multimedia-Plattformen‘ und ‚Social Networks‘ ist ein unverantwortlicher Mißbrauch von Ressourcen und sorgt unmittelbar für eine globale Umweltschädigung.

    Die erste, einfache und effektive Gegenmaßnahme kann nur sein, diesen voirtuellen Sondermüll in den Filter zu stecken – insbesondere an Schulen und Universitäten.

    Gruß HB

  2. Chris Wood (Montag, der 13. Juni 2011)

    I do not accept the flat statement that subvention of green technology is wrong. Anyway it makes no sense to put it in opposition to investment, since it is just one method to encourage (decentralised) investment.

    P.S. I like the comment by HB, even if it is a bit hard.

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