Roland Dürre
Sonntag, der 13. Januar 2019

EROS

Ein großes Rätsel für mich – und ich glaube auch allgemein für viele Menschen – ist das Geheimnis des Eros. Und wie immer lohnt es, bei den alten Griechen nachzuschauen. Da finde ich zum Thema „Eros“ ein kleines Buch, das uns der Dichter Philosoph Platon hinterlassen hat:
Symposion – oder das Gastmahl der Liebe.

Römische Kopie eines griechischen Platonporträts, das wohl von Silanion stammt und nach dem Tod Platons in der Akademie aufgestellt wurde, Glyptothek München.

Im Symposion des Platon haben sich Sokrates, Aristophanes und ihre Freunde zu einem Trinkgelage zusammengefunden. Diese Symposien finden regelmäßig statt.

Jedes Mal ist das Symposion einem bestimmten Thema gewidmet Am heutigen Tag, so beginnt Platon in seinem Buch, ist das Symposion dem Thema „Eros“ gewidmet. Wer oder was das denn sein mag?

Insgesamt stellt Platon uns sechs Männer vor, die um den Preis der schönsten Rede über den herrlichen Gott Eros miteinander streiten:

Phaidros, Pausanias, Eryximachos, Aristophanes, Agathon und Sokrates.

Aristophanes erzählt die Geschichte vom Eros als der Kraft der Sehnsucht zwischen den Menschen. Das ist die Geschichte vom Kugelmenschen, eine Erfindung des Platon.

 


 

Canova: Amor und Psyche, 1793, Louvre

Der Kugelmensch war ein Wesen, das sowohl männlich als auch weiblich war. Dieser Mensch war so mächtig, dass die Götter in Sorge gerieten, er könne ihnen an Kraft und Weisheit überlegen sein.

So sannen sie danach, sich die unerwünschte Götter- Konkurrenz vom Halse zu schaffen. Ein Mensch – wie die Götter – das darf es nicht geben. Also teilten sie die Kugelmenschen mit Gewalt.

Seit dieser Zeit suchen die getrennten, ehemals zusammengehörenden beiden Hälften jedes Kugel-Menschen einander. Eros bei Aristophanes erklärt also die mächtige Kraft der Anziehung zwischen zwei Menschen.


Der Artikel enthält Auszüge aus Eros Wer mehr dazu lesen will, einfach auf den Link drücken.

RMD

P.S.
Die beiden Bilder sind aus Wikipedia.

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