Gedanken über Unternehmertum am Beispiel von Jean Paul!

Die InterFace AG spürt jedes Jahr einer besonderen Person nach, die wir spannend finden und die ein großes Jubiläum hat. Das Gesicht der InterFace AG im Jahre 2013 ist Jean Paul, der am 21. März 250 Jahre alt geworden wäre. Deshalb stehen die drei Vorträge im IF-Forum 2013 in Assoziation mit Jean Paul.

Unser erster Referent ist Bernhard Echte. Herr Echte ist Literaturwissenschaftler, Ausstellungsmacher und Publizist. Lange Jahre war er der Leiter des Robert Walser-Archivs in Zürich. Heute führt er als Unternehmer den Verlag „Nimbus, Kunst und Bücher“.

Sein Vortrag findet am Donnerstag, 11. April 2013 bei der InterFace AG, Unterhaching statt. Wie immer beginnt die Veranstaltung um 18:00. Mit dem Vortrag wollen wir um 18:30 starten. Nach dem Vortrag gibt es die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und gemütlichem Zusammensein.

Es sind noch ein paar Plätze frei, Sie können sich per E-Mail zum IF-Forum mit Herrn Bernhard Echte anmelden!

Herr Echte ist nicht nur Unternehmer und Wissenschaftler mit Herz und Seele. Er ist auch ein spannender Geschichtenerzähler, der es versteht, seine Zuhörer für fremde Welten zu faszinieren. Natürlich spricht er am liebsten über Unternehmer und „Entrepreneurship“.

Als Wissenschaftler kennt er Jean Paul und sein Werk besonders gut. So ist er prädestiniert, Parallelen zwischen dem Kleinunternehmer Jean Paul und dem Unternehmer der Gegenwart herauszuarbeiten. Dies wird er am Donnerstag bei uns tun. lassen Sie sich von ihm in die Welt von Unternehmertum vor gut 200 Jahren und des Jean Paul entführen.

Ich freue mich auf Ihr Kommen!

RMD


Ein Besuch in der Gegenwart

Jean Paul Vorträge im IF-Forum

2013 widmet sich das IF-Forum der Aktualität von Jean Pauls Themen und Gedanken.
Mit Vorträgen zu Unternehmertum, Hypertext, Witz und neuen Medien möchten wir neue Perspektiven und Fragestellungen auf das Hier und Jetzt werfen.
Seien Sie dabei!



Jean Paul der Unternehmer

Jean Paul zählte zu den ersten Schriftstellern in Deutschland, die von ihrem Schreiben leben konnten. Und dies, obwohl er unter erschwerten Bedingungen gestartet war. Er gelangte in die geistigen Zentren seiner Zeit: Leipzig, Weimar, Berlin – und erzielte Bucherfolge, die Goethe neidisch werden ließen. Als Jean Paul heiratete, lud ihn sogar die preußische Königin zum Tee ein und schenkte ihm ein Silberservice.

Jean Pauls Aufstieg und Erfolg verdankte sich nicht dem Zufall, sondern einem umsichtigen Vorgehen mit unternehmerischem Instinkt. Selbst als die Zeiten schlecht wurden und die Napoleonischen Kriege halb Europa verheerten, konnte er seine Position halten. Wie Jean Paul Erfolg mit Nachhaltigkeit verband, hat bis heute eine erstaunliche Aktualität.

Referent Bernhard Echte, Literaturwissenschaftler, Ausstellungsmacher und Publizist, war lange Jahre Leiter des Robert Walser-Archivs in Zürich. Heute führt er als Unternehmer den Verlag „Nimbus, Kunst und Bücher“.

Datum 11. April 2013 (Donnerstag) | Beginn 18 Uhr | Ort InterFace AG, Unterhaching


Jean Paul und der Hypertext

Schon bevor er zu Jean Paul wurde, las der junge Johann Richter alles, was ihm in die Hände fiel. Kaum ein Buch gehörte ihm. Was er las, wurde in Notizheften exzerpiert. In diesen Heften fanden sich auch Kommentare zu den Ideen, die gerade durch seinen Kopf schwirrten. Seine Einträge versah Jean Paul mit Stichwörtern, neudeutsch Tags. Somit schuf er sich eine riesige Privatenzyklopädie, die sortiert war wie eine moderne Datenbank. Diese bildete die Grundlage seines literarischen Schaffens. Nur mit Hilfe dieser Datenbank gelang es Jean Paul, seinen einzigartigen Stil umzusetzen, der sprunghaft und genau zugleich ist. Er schaffte es, aus der finanziellen Not seiner Jugend eine Tugend zu machen, deren Ergebnis uns heute noch staunen lässt.

Referentin Annina Klappert, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Erfurt. Sie promovierte zu einem Strukturvergleich von Jean Pauls Texten und Hypertexten. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Fragen der Medialität, Referentialität und Virtualität.

Datum 11. Juli 2013 (Donnerstag) | Beginn 18 Uhr | Ort InterFace AG, Unterhaching


Jean Paul, der Witz, die Postmoderne und die neuen Medien

Er war ein „Götter-Leugner“ und ein „geistreicher Zersetzer“, ein glühender Kosmopolit, Skeptiker und Witze-Macher. Man lobt seine Erziehungslehre Levana, die gegen den verbissenen Ernst in Fichtes Reden an die deutsche Nation Witz und Ironie zur Grundlage einer gesunden Persönlichkeit erhob. Man sieht in seiner Politik der „dritten Position zwischen Deutschtümlern und Bonapartisten“ eine Vorwegnahme der postmodernen Unentschiedenheit zwischen den gegensätzlichen Polen der ‚Wahrheit‘. Mit seiner Ästhetik der Abschweifung nimmt er die Unterbrechungs- und Absprungsästhetik des Hypertextes im Internet vorweg. Wer war dieser Mann, der seine Heimat kaum verließ und zugleich vielen seiner Zeitgenossen gedanklich und mental so weit voraus gereist war?

Referent Roberto Simanowski ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Er setzt sich mit den Veränderungen des Schreibens im digitalen Zeitalter auseinander und publiziert das Onlinejournal dichtung-digital – journal für digitale ästhetik.

Datum 07. November 2013 (Donnerstag) | Beginn 18 Uhr | Ort InterFace AG, Unterhaching


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