Roland Dürre
Dienstag, der 24. Dezember 2013

Feindseligkeit und Misstrauen

Je älter ich werde und je mehr ich so dazu lerne desto mehr erkenne ich, dass Feindseligkeit die Hauptursache von Misserfolg und Missmut ist. Feindseligkeit kriecht leider nur zu oft aus allen Ritzen des Menschlichen. Und meistens völlig unnötig.

Wie der Hass ist die Feindseligkeit ein Parodoxon. Ein Mensch hasst einen anderen und will diesen zerstören. Dem Gehassten tut der Hass aber nichts an, dafür zerstört er den Menschen, der hasst. Der Hassende zerstört sich also immer zuerst mal selbst. Und der Gehasste kann sich ins Fäustchen lachen …

So ist es auch mit der Feindseligkeit. Man ärgert sich über irgend etwas oder irgend wen. Und will es irgendwie seiner Umgebung zeigen, vielleicht ganz unbewusst den eigenen Unmut kund tun. So wird man feindselig nach außen und schadet sich dabei doch selbst am meisten.

Die Angst ist die Mutter der Feindseligkeit. Sie nährt diese und deren Geschwister. Die große Schwester der Feindseligkeit ist das Misstrauen, der kleine Bruder die Betrübnis. Betrübnis wie die Trauer, der Kummer, das Unglück und das Herzweh sind das Gegenteil von Freude. Sie zerstören diese und führen in die Frustration. Diese aber ist der Feind von Erfolg und Zufriedenheit. Die Angst zerstört so den Mut und ohne Mut keine Freude.

Das Gegenteil von Feindseligkeit ist die Menschenfreundlichkeit. Das gelingt am besten, wenn man gut und schlecht zu unterscheiden lernt und dann öfters das Richtige denn das Falsche macht.

Dazu darf man freilich nicht nach den anderen schielen oder dem „Man macht das aber so!“ unterwerfen. Eigene Vorurteile müssen in Frage gestellt werden und Entscheidungen dem Lebensziel folgen. Das bedeutet auch, dass Handlungen nicht wegen nebensächlichen Kontexts und aus falsch verstandener Rücksichtnahme erfolgen dürfen.

Und vor allem Vertrauen muss der „Default“ werden. Nur so kann die eigene Feigheit und die immer im Kopf statt findende Angst überwunden werden. Angst, Misstrauen, und Feindseligkeit machen uns kaputt. Wir sollen aber kaputt machen, was uns kaputt macht. Also müssen wir Anti-Angst, Anti-Misstrauen und Anti-Feindseligkeit zu unseren Werkzeugen machen und uns einüben im Mut haben, Vertrauen entwickeln und Freude genießen. Denn das sind die einfachsten Schlüssel zum Erfolg …

Das hat übrigens nichts mit „Gut-Menschentum“ zu tun. Nein, dieses „Gut-sein“ ist egoistisch. Es geht ja darum, uns selber erfolgreich zu machen. Nur wenn wir erfolgreich sind, können wir andere erfolgreich machen. Nur wenn es uns gut geht, können wir zu anderen gut sein.  Und wir sollten nur dann die Welt retten wollen, wenn wir dabei auch an uns denken, denn wir sind auch ein und für uns sehr wesentlicher Teil dieser Welt.

RMD

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