Roland Dürre
Mittwoch, der 3. November 2010

Frauenquote auch in der CSU

🙂 Jetzt haben wir das Schlamassel – auch in der CSU gibt es eine Frauenquote für Führungspositionen!

Heiß umkämpft und am letzten Wochenende durchgesetzt, die Frauenquote in der CSU.

Vom Geschlecht abhängige und auch sonstige Quoten machen zuerst mal nachdenklich. Zwar dürften sie nicht viel schaden – aber was sie nützen, weiß man auch nicht. Vielleicht machen sie auch vorübergehend ein wenig Sinn, um gesellschaftliche Ungleichheiten zu verändern. Das wäre aber wohl das einzig Positive. Nach der erwünschten Veränderung sollten sie schleunigst wieder abgeschafft werden.

Frauen- oder Männerquoten sind schlicht ein Verstoß gegen die Gleichstellung von Mann und Frau und das entsprechende Gesetz. In Vereinen, die aus überdurchschnittlich vielen Frauen bestehen, werden die Männer benachteiligt – und umgekehrt.

Allerdings wird das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) eh von niemanden ernst genommen, wieso sollte dann eine Partei oder die CSU dies tun.

Trotzdem stimmen Frauen- und Männerquoten in der Politik, bei Parteien und gerade auch bei der CSU besonders nachdenklich. Laut Focus hat die CSU unter ihren Mitgliedern einen Frauenanteil von nur 18 Prozent. So bietet die CSU jetzt ungeahnte Karrierechancen für Frauen. Fast könnte man unterstellen, dass das ganze nur ein Trick ist, mit dem die CSU neue (weibliche und ambitionierte) Mitglieder werben will? Wobei ambitioniert als Synonym für „auf Karriere geil“ gesehen werden könnte?

Übrigens sind fast alle weibliche CSU-Mitglieder, die ich persönlich kenne, Ehefrauen von mehr oder weniger prominenten CSU-Männern. Es wäre interessant zu wissen, wie hoch der Anteil solcher „ehebedingten weiblichen Mitglieder“ ist?

Das ist doch jetzt die Chance für den einen oder andern Politiker, seine Frau in eine vernünftige Parteiposition hinein zu heben. Der Familienfilz wird noch stärker und bald tritt dann nicht nur der Sohn in die politischen Fußstapfen des Vaters.

Noch mehr Filz und weniger Kompetenz brauchen wir aber wirklich nicht.

RMD

P.S.
Die Frauenunion der CSU in Ottobrunn fällt übrigens nur durch die Veranstaltung eines Flohmarktes auf. Da schmeckt zwar der Kuchen, aber der Rest ist nicht so toll. Versuchen Sie nur mal, als normaler Bürger einen Verkaufstisch zu kriegen. Sie kriegen dann nicht mal eine Antwort …

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