Roland Dürre
Dienstag, der 15. Februar 2011

Ich und das neue Familienauto …

Nachdem ich im vorletzten Post über die Bahn und im letzten über die Luftfahrt geschrieben hat, wende ich mich jetzt des Deutschen liebsten Kind zu.

Ja, auch meine Lieben wollten, nachdem unser roter Renault Scenic doch ziemlich zerknautscht war, wieder ein neues Auto haben.

Dem Druck meiner großen Familie konnte ich nicht widerstehen, aber es gelang mir zumindest drei Kriterien für den Kauf heraus zu handeln:

  • 🙂 Die Farbe muss rot sein.
    Aus Sicherheitsgründen und Profilierungssucht fahre ich nur rote Autos.
  • Mein Fahrrad muss mit wenig Aufwand reingehen.
    Immer wenn ich mit dem Rad eine Panne habe, dann bitte ich meine Familie um die Abholung des Rades. Und dann soll es einfach einzuladen sein.
  • Es muss ein vernünftiger Neuwagen sein mit einem Kaufpreis nicht wesentlich über 10.000 €.

Irgendwie dachte ich mir, dass das gar nicht so einfach werden würde … Aber denkste!

Am Sonntag Nachmittag hatte ich die Kriterien formuliert, und schon am Montag Nachmittag lag der Kaufvertrag vor mir. Im Internet hatten sie schnell ein Auto gefunden, dass alle Kriterien erfüllte.

Ich hatte ja eigentlich auf einen Kombi von Dacia getippt. Bin ja franko-phil und wenn es sein muss auch romanophil.

Aber nein. Ich muss jetzt tschechophil werden. Es wurde ein Skoda Fabia Kombi. Mit knapp 1.200 Hubraum und 60 Pferdestärken. Immerhin fast das Doppelte, wie mein Käfer hatte und mehr als das Vierfache meiner Ente (2CV 4). Und mit Extras ohne Ende wie einer Klimaanlage, einem modernen Radio mit CD-Player und MP3-Anschluss, getönten Scheiben, beliebig viel Lampen im Inneren und Kofferraum, Zentralverriegelung …

Ein richtig vollwertiges Auto. Nagelneu mit modernen Features wie Fahrlicht … Gefühlt so groß wie mein erster (roter) Passat Variant. Das war das erste Modell des Passat. Und mein Rad scheint bei vorgeklappten Rücksitzen auch gut rein zu gehen. Habe ich noch nicht ausprobiert, aber von den Maßen sieht es gut aus.

Die Gesamtkosten inklusive Winterreifen, Überführung, Zulassung, Nummernschilder, ein kleines TomTom-Navigationssystem, Verbandkasten, Warndreieck und sogar noch inklusive einer Tankfüllung bei der nahe gelegenen Tankstelle lagen immer noch deutlich unter 11.000,- €. Sogar das zur Abholung empfohlene Taxi nach Emmering konnten wir uns sparen, denn die MVV-Verbindung zum Händler inklusive des (ziemlich leeren) Linienbusses auf der letzten Etappe war exzellent.

Es war eine EU-Neuzulassung. Davon stehen wohl ein paar Tausend bei verschiedenen Händlern rund um München herum, von Marken wie VW, Renault, Citreon, Peugeot, eben auch Skoda und vielen anderen. Zu verblüffenden Preisen. Die Regel ist: Anschauen, Ordern, Zahlen und Abholen! Es gibt keine Lieferfrist oder Wartezeit. Und immer wesentlich unter den Preisempfehlungen der Hersteller.

Ein kleines Problem hatte unser Fabia: Das beiliegende dicke Benutzerhandbuch war in tschechischer Sprache. Und es ist deshalb so dick, weil es ein Handbuch für alle Modellvarianten ist. Im Internet gibt es aber das deutsche Manual als PDF. Und da haben wir uns die relevanten Seiten ausgedruckt. Es waren nicht viele, da wir die Seiten für die anderen Fahrzeugvarianten nicht brauchen. Und jetzt haben wir ein ganz dünnes und leichtes Handbuch …

Ein paar Tage später kam der Hammer – der Steuerbescheid: Der Fabia Kombi mit 60 PS kostet nur 48,- € Steuern! Dies nicht im Monat sondern im Jahr! Konnte es gar nicht glauben.

RMD

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