Roland Dürre
Mittwoch, der 13. Januar 2010

Kirschen im Januar

Am Samstag war ich in der großen Stadt. Es ist immer wieder schön in der City. Die Stadt war weiß vom Schnee. Und vor dem Münchner Rathaus war ein Stand für das Faschingsprinzenpaar aufgebaut – die Lautsprecher liefen auch schon zum Test.

Auf dem Weg vom Marienplatz zum Stachus (Karlsplatz) kam ich dann an den mehreren Obst- und Gemüseständen vorbei. Und was gab es da?

Kirschen im Januar!

Sie sahen zwar appetitlich aus. Zwar schon ein wenig stabil (sie hatten ja bestimmt eine lange Reise hinter sich). Der Preis war 3,99 EURO fürs halbe Kilo. Die Kirschen lagen in großen Mengen an jedem Stand, an dem ich vorbei ging – und überall zum selben Preis!

Da muss wohl eine große Lieferung aus Südafrika in der Münchner Großmarkthalle angekommen sein, dachte ich mir. Und die Preisabsprache funktioniert auch bestens. 8 EURO fürs Kilo ist ja ein stolzer Preis. Wie viel haben davon wohl die Erzeuger und Pflücker abbekommen? Und wieviel von den Kirschen wohl unverkauft in den Abfall wandert?

Gekauft habe ich mir keine Kirschen. Ich finde es gar nicht „geil“, im Schnee Kirschen zu essen. Nein, ich halte das für eine Unsitte. Und hätte mir gewünscht, dass die Händler auf ihren Kirschen sitzen geblieben wären!

RMD

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