Roland Dürre
Samstag, der 24. Oktober 2009

„Kommentar an Stefan!“ oder „Die Zukunft?“

Jeden Morgen, wenn ich Zeitung lese, wundere ich mich, welchen Unsinn unsere politische Elite mal wieder von sich gibt, schlimmer noch plant oder gar in Gesetze gießt. Und immer mehr vermisse ich auch nur einen Ansatz eines „gesellschaftlichen Gegenentwurfs“ in der politischen Diskussion.

Glücklicherweise gibt es das Internet. Hier finde ich Gleichgesinnte, mit denen ich – manchmal ohne sie jemals persönlich kennen gelernt zu haben – eine „psychische Nähe“ entwickle. Das sind in der Regel keine Spinner, sondern privat und beruflich sehr erfolgreiche Menschen mit einem starken „Impact“ auf ihre Umwelt.

Einer davon ist Stefan Hagen. Stefan habe ich sogar schon einmal auch in „räumlicher Nähe“ erleben dürfen. Er schreibt in seinem PM-Blog. Heute „musste“ ich einfach mal einen Kommentar zu seinem letzten Post ablegen:

*

Lieber Stefan,

Deiner (vorsichtigen) Bewertung stimme ich absolut zu. Die von Dir formulierten Anforderungen für zukünftiges Handeln unterstreiche ich. Ich möchte nur noch eine kleine Ergänzung wagen:

Die Bereitschaft zum individuellen Verzicht und zur Übernahme von (nicht nur gesellschaftlicher) Verantwortung wird die wichtigste Voraussetzung für eine menschenwürdige Zukunft sein.

Nur dann können wir eigenes und fremdes personales Leben eher mehren denn mindern. Das wiederum halte ich für die zentrale Voraussetzung einer freien Gesellschaft, die es dem einzelnen Individuum ermöglicht, in vernünftigen sozialen Systemen zufrieden und „glücklich“ zu leben.

So lasst uns die vermeintlichen Gewissheiten, die uns täglich als selbstverständliche Botschaft serviert werden, kritisch hinterfragen und lieber an einem neuen Gesellschaftsentwurf arbeiten. Den vermisse ich als größtes Defizit unserer sozialen und politischen Entwicklung!

Danke und beste Grüße!

*

Hier der von mir kommentierte Post in Stefan Hagens PM-Blog, den ich für alle Link-Muffel ausnahmsweise mal kopiere!

PROJEKTMANAGEMENT BLOG

Simplify your Projects!

Sicher ist, dass nichts sicher sein wird.

Was wird die Zukunft bringen? Niemand kann es wissen, denn die Zukunft wird erst geschrieben. Aber eines ist sicher: Die Zeiten der Stabilität, Sicherheit und Planbarkeit sind vorbei. Alles wird schneller, dynamischer, komplexer und damit auch vielfach riskanter.

Die gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte werden enorm sein. Sie werden eine weitaus intensivere Kollaboration von Staatengemeinschaften, Volkswirtschaften, Organisationen und Einzelpersonen erfordern. „Kollaborative Kompetenz“ wird ein Schlüssel zum Erfolg sein.

Ob man nun Projektmanagement, Teamorganisation, Selbstorganisation oder wie auch immer dazu sagen möchte: Wir müssen die Art und Weise, wie wir unterschiedliche Kompetenzen und Standpunkte zu sinnvollen Lösungen zusammenführen (sprich organisieren), wesentlich optimieren. Entsprechend muss auch Projektmanagement neu gedacht, teilweise neu erfunden werden. Agile Vorgehensweisen, Systemtheorie und Kybernetik oder auch virtuelle Netzwerke sind erst der Anfang.

Dr. Ian Goldin gibt uns in seinem hervorragenden TED-Vortrag „Navigating our global future“ eine Ahnung, was auf uns zukommen könnte:

Danke an Stefan!

RMD

Kommentar verfassen

*