Roland Dürre
Montag, der 13. Januar 2014

„Love it, change it or leave it“

Was für ein schöner Satz! So habe ich ihn in meinem vorletzten Post ans Ende gesetzt, als Empfehlung, wie man mit missliebigen Entwicklungen in Unternehmen umgehen sollte.

Ich mag diesen Satz wie auch die Empfehlung
Cook it, boil it, peel it or forget it!“ oder abgewandelt „Cook it, peal it or leave it!“.
an die man sich in tropischen Ländern streng halten sollte, wenn es ums essen geht und man gesund bleiben möchte:

„Love it, change it or leave it“
aber  ist mir zu martialisch und so möchte ich es ein wenig entschärfen. Denn „Love“ bedeutet hier nicht die heiße und hitzige Liebe eines Fans zu seinem Verein, die schnell mal vom totalen Jubel auch zur großen Verzweiflung umkippt. Nein, in diesem Kontext bedeutet es das „reife, wohlüberlegte mögen“ eines sozialen Systems, mit dem man sich auch im Erkennen der Vor- und Nachteile gesund identifizieren kann.

Auch „change“ fordert nicht das radikale Element der Revolution, sondern umfasst den Prozess der Veränderung und Verbesserung, der auch in kleinen Schritten erfolgen und wertvoll sein kann.

Nur das „leave“ ist digital. Wenn es gar nicht mehr anders geht, dann heißt es sich entscheiden und notfalls auch Abschied nehmen.

RMD

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3 Kommentare zu “„Love it, change it or leave it“”

  1. Andrea Windolph (Dienstag, der 14. Januar 2014)

    “Love it, change it or leave it” trifft es einfach sehr gut!

    Ich verwende diesen Satz immer wieder gern bei Menschen, die monate- oder auch tatsächlich jahrelang immer wieder ihre Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber äußern. Wie schlimm doch alles sei, und dass man es dort nicht aushalten könnte.

    Kaum einer wird gezwungen, in einer Situation zu verharren. Change it or leave it.

    Und wer doch bleiben möchte, der sollte um seiner selbst Willen schon die Variante „love it“ wählen.

  2. Bernd Fiedler (Dienstag, der 14. Januar 2014)

    Hallo Rolland,

    Ich mag diesen Satz auch, setze aber gerne eine 4. Option zum Schluß „… or live with it.“ Denn auch das kann eine Möglichkeit sein. Zu Wissen dass es nicht die beste aller Lösungen ist, dass man immer eine der anderen Optionen hat und sich dennoch für diese entscheidet weil es Rahmenbedingungen gibt die mir wichtiger sind, ist oftmals auch „befriedigend“. Beispielsweise geht man einem Job nach, den man nicht mag. Aber wenn man es bewußt in Kauf nimmt, weil es dadurch der Familie gut geht, kann man sogar diesem etwas Gutes abgewinnen.

  3. six (Dienstag, der 14. Januar 2014)

    Alle Relativierungen hier widersprechen dem Geist des Satzes. Lieber wegschmeissen und sich selbst einen lauwarmen Satz köcheln.

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