Roland Dürre
Mittwoch, der 30. März 2011

Magenschrittmacher

Zurück aus der Südsee lese ich heute Morgen das erste Mal wieder die SZ zu Hause beim Frühstück. Da stehen wieder Dinge drin … Ein Artikel fällt mir besonders auf:

In Deutschland wurde jetzt der der erste Magenschrittmacher eingepflanzt.

Wenn ich richtig gelesen habe, wurde einer 31-jährigen Frau ein 65 Gramm schweres Gerät in Größe einer Visitenkarte in einer knapp einstündigen Operation an der äußeren Magenwand eingesetzt.

Das kleine elektronische Wunderteil könne das Hungergefühl kontrollieren und Daten über Nahrungsaufnahme und körperliche Betätigung speichern. Der Magenschrittmacher würde elektrische Impulse an den Magen senden und dadurch ein Sättigungsgefühl auslösen.

Hi, was machen wir in der IT mittlerweile doch alles Tolles! Medizin ohne Grenzen! Mit völlig neuen Möglichkeiten: Man stelle sich den Magenschrittmacher kombiniert mit einer App auf dem i-Phone vor. Oder beim Autofahren mit dem Bordsystem. Oder auch nur mit dem Kühlschrank …

Oder ist das ganze alles nur Quatsch?

Wird so etwas von der Krankenkasse bezahlt? Oder bekommt die „Pilotkunden“ Geld für das Experiment? Was passiert, wenn das Gerät wieder entfernt wird. Oder bleibt das jetzt lebenslänglich und wird nur regelmäßig ausgetauscht.

Manchmal wundere ich mich schon, was es heute so alles gibt. Und denke mir, dass man den menschlichen Erfindergeist vielleicht für manch wichtigere Dinge einsetzen sollte.

Ich werde auf jeden Fall ab sofort meine Nahrungsmittelzufuhr einschränken – auch ohne Schrittmacher!

RMD

 

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1 Kommentar zu “Magenschrittmacher”

  1. Chris Wood (Mittwoch, der 30. März 2011)

    I think such a thing can last a lifetime. Can it be recharged inductively? I assume, like a heart pacemaker, it can be reprogrammed by radio (wireless).

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