Roland Dürre
Freitag, der 7. September 2012

Mehr Details zum IF-Forum am 25. September in Unterhaching

Nur noch gut 2 Wochen!

Am 25. September findet bei uns in Unterhaching wieder ein fachliches und ganz besonderes IF-Forum statt. Es ist das dritte “fachliche IF-Forum” nach 2010 (AGIL) und 2011 (FÜHRUNG).

In 2012 kommen am 25. September die Protagonisten des PM Camp nach München (Unterhaching) und bringen uns das “Beste vom PM Camp”.

Es geht um

Projekte und Arbeiten, Coachen und Gelingen!

Hier die Agenda und eine Vorstellung der Referenten und ihrer Beiträge:

Moderation – Roland Dürre

14:00  – 14:15  Begrüßung (Kornelia Hietmann)

Block I

14:15  – 14:45 Integriertes Projektmanagement (Dr. Stefan Hagen)
14:45  – 15:15 Postindustrielles Projektmanagement (Dr. Marcus Raitner)
15:15  – 15:45  “Fishbowl” zu Block I

Pause

Block II

16:15  – 16:45  Systematische Kreativität (Jens Hoffmann)
16:45  – 17:15  Sinn, Unsinn und Chancen des Lebens
 (Nadja Schröer-Petranovskaja)
17:15  – 17:45  “Von Zwiebeln und Kulturen” (Dr. Eberhard Huber)
17:45  – 18:30  Fishbowl zu Block II

Anschließend:

Happy Hour (Gespräche, Spaß, Lachen, Getränke und Brotzeit)

Hier die Vorstellung der Referenten mit jeweils einen kleinen Ausblick auf ihre Vorträge:

Dr. Stefan Hagen eröffnet den ersten Block mit seinem Beitrag über „Integriertes Projektmanagement“

Stefan ist Gründer und Inhaber der Hagen Management GmbH.

Stefan lebt im wahrsten Sinne des Wortes

Projektmanagement – Organisation – Strategie

So ist er auch der Autor des wohl meist gelesenen deutschsprachigen Blogs für Projekt Management (pm-blog). Er eröffnet das IF-Forum 2012 mit einem Plädoyer für “Integriertes Projektmanagement”. Hier ein Ausblick auf seine Thesen:

  • Probleme im Projektmanagement lassen sich wahrscheinlich nicht mit den herkömmlichen Ansätzen und Methoden lösen. Man betrachte nur die katastrophale Erfolgsquote.
  • Integrative Ansätze werden notwendig. Das bedeutet im Wesentlichen, über den Tellerrand hinaus zu schauen.
    • Horizontale Integration: Klassische und agile Ansätze
    • Vertikale Integration: Menschen in (sozialen) Systemen
  • Stefan wird hauptsächlich auf systemische Prinzipien eingehen, die derzeit in den meisten Projekten sträflich vernachlässigt werden.
  • Sein Fazit:Wir brauchen einen “Ebenenwechsel”, um bessere Rahmenbedingungen für gelingende Projektarbeit / Teamarbeit zu schaffen.

Die Gedanken von Stefan werden fortgesetzt mit „Postindustrielles Projektmanagement“ von Dr. Marcus Raitner.

Marcus promovierte in Informatik an der Universität Passau.

Nach fünf Jahren als Senior Project Manager bei einem großen IT-Dienstleister widmet er sich seit 2010 als Senior Partner und Mitglied der Geschäftsleitung dem Aufbau der esc Solutions GmbH.

Seine Schwerpunkte sind IT-Projektmanagement und IT-Projektcoaching.

Dr. Marcus Raitner betreibt ein bekanntes PM-Blog, ist Mitorganisator des PM-Camps und der Initiator von openPM.

So kündigt Marcus seinen Vortrag an:

Viele Projekte sind Zwei-Klassen-Systeme: Wenige denken und lenken, der Rest führt aus. Planungsapartheid. Unverkennbar die Parallele zur Organisation von Großunternehmen: Industrielles Projektmanagement mit dem vorrangigen Ziel der Effizienz. Industrielles Projektmanagement funktioniert gut, wenn die Komplexität so gering ist, dass die Kreativität der planenden Klasse ausreicht, um die auftretenden Hindernisse zu bewältigen. Nur sind die meisten Projekte eben deutlich jenseits dieser Komplexität. Was dann?

Nach den Vorträgen von Stefan und Marcus findet die erste “Fishbowl” statt. Wir verarbeiten das Gehörte gemeinsam.

Dann machen wir Pause.

Den zweiten Block eröffnet Jens Hoffmann.

Jens, Jahrgang 1967, ist Geschäftsführer und Gründer der Hoffmann Consulting GmbH. Der gebürtige Düsseldorfer begann seine Karriere bereits sehr jung mit 20 Jahren bei Microsoft in München bevor er 1987 zu Roland Berger & Partner wechselte und dort schnell zum Projektleiter an den Standorten Frankfurt, Wien und Zürich aufstieg.

1999 gründete er die Hoffmann Consulting GmbH, ein auf Dienstleistungen für IT und Telekommunikation spezialisiertes Beratungsunternehmen. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Governance, Risk Management, Compliance und Business Innovation (Business Model Design, Produkt- und Serviceinnovation).

Eines seiner wichtigsten Themen ist Kreativität, also spricht er über

Systematische Kreativität
Neue Herausforderungen identifizieren und wirksam Probleme lösen.

Auch hier ein paar Gedanken von ihm schon mal im Voraus:

Produkte und Dienstleistungen werden wie die sie liefernden Unternehmen immer austauschbarer. Fachliche  und soziale Kompetenzen werden vorausgesetzt, jedoch ist Kreativität der Skill, der zur Zeit am stärksten gefragt ist. Die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse identifizieren und adressieren zu können und Probleme wirksam lösen zu können, entscheidet als stärkstes Differenzierungsmerkmal über Erfolg oder Misserfolg.

Für viele ist der Zusammenhang von Kreativität und Business ungewohnt. Jens wird einen Überblick geben, wie Kreativität im Business erfolgreich als Prozess etabliert werden kann und systematisch als Individuum oder im Team entwickelt und genutzt werden kann.

Nach dem Vortrag von Jens freuen wir uns auf Nadja Schröer-Petranovskaja.

Nadja sieht sich selbst so:

Mensch, Russin, Psychologin, Projektleiterin, Businessmuse, Fotografin, Mutter, Buchautorin, Bloggerin.

Suchend und findend zwischen Ländern, (Unternehmens-)Kulturen samt ihrer Bewohner und Branchen. Auf nichts festgelegt bis auf:

Es muss einen Sinn haben.

Freiheitsliebend, faul und mutig.

Sie wird uns ihre Gedanken mitteilen über:

Sinn, Unsinn und Chancen des Lebens!

Nadjas Vorträge sind immer ganz besondere Erlebnisse. Ich freue mich schon wahnsinnig auf ihren Impulsvortrag, der Fragen stellen, Fakten miteinander kombinieren und Vorschläge machen wird, wie wir uns unser noch verbleibendes Leben gestalten können.

:-)Übrigens genau die Frage, die auch mich am meisten beschäftigt.

Der Reigen der Vorträge wird abgeschlossen von Dr. Eberhard Huber.

Dr. Eberhard Huber verkörpert Erfahrung und Wissen. Ihn zeichnen aus: 25 Jahre aktive Projekt-Leitung, Trainer und Coach für Projektmanagement, Gruppendynamik und Teamentwicklung. Projektmanagement in Forschung, Lehre (Universitäten Mannheim und Magdeburg) und Praxis.

Sein Credo ist:

Das Zusammenwachsen der Menschen zu einem Team, die Entstehung einer Kooperation, die mehr als eine Anhäufung von Einzelkompetenzen ist, ist in vielen Projekten von glücklichen Zufällen, den Führungsqualitäten oder dem Charisma des Projektleiters abhängig. Hier setzt teamorientierte Projektleitung an, die den Teambildungsprozess im Laufe des Projekts fördernd begleitet. Teamorientierte Projektleitung, die Selbstorganisation zulässt und fördert, ermöglicht vorhandenes Potential wirklich auszuschöpfen.

Eberhard berichtet uns diesmal von

“Von Zwiebeln und Kulturen”

Seine “Zwiebeln” schließen den Kreis zum Eröffnungsvortrag vom Stefan. Kultur und die aktive Förderung derselben kann eine Lösung für den von Stefan geforderten Ebenenwechsel darstellen. Eberhard hat seinen Vortrag bewusst “Von Zwiebeln und Kulturen” getitelt, denn der Plural ist wichtig für das, worauf er hinaus will.

Jetzt ist es Zeit für die zweite “Fishbowl. Gemeinsam werden wir den spannenden Nachmittag abschließen und uns in der Happy Hour von der Anstrengung des intensiven Arbeitens erholen! 

Ich finde es toll, dass ich diese Superveranstaltung moderieren darf und freue mich schon auf einen aufregenden und schönen Tag mit Stefan, Marcus, Jens, Nadja, Eberhard und vielen Freunden und Partnern.

Ja – und fast hätte ich es vergessen – Anmeldungen einfach per E-Mail!

RMD

2 Kommentare zu “Mehr Details zum IF-Forum am 25. September in Unterhaching”

  1. projekt (B)LOG » IF Forum in Unterhaching » By Dr. Eberhard Huber (Dienstag, der 17. Juli 2012)

    […] 25. September 20122:00bis8:00Am 25. September findet bei der Interface AG Unterhaching wieder ein fachliches und ganz besonderes IF-Forum statt. Es ist das dritte “fachliche IF-Forum” nach 2010 (AGIL) und 2011 […]

  2. Hans Bonfigt (Donnerstag, der 19. Juli 2012)

    Ein tolles Zitat von Dr. Raitner:
    „Industrielles Projektmanagement funktioniert gut, wenn die Komplexität so gering ist, dass die Kreativität der planenden Klasse ausreicht, um die auftretenden Hindernisse zu bewältigen. Nur sind die meisten Projekte eben deutlich jenseits dieser Komplexität. Was dann?“

    Tja, dann vereinfacht man halt diese Komplexität. Das war ja einfach. Damit verdiene ich mein Geld.

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