Roland Dürre
Freitag, der 20. April 2012

Mein Freitag. In der Stadt. Im Unternehmen. Banal aber schön.

Am Freitag um 10 Uhr habe ich einen Notartermin. Muss zwei Anmeldungen für eine Prokura unterschreiben. Das Notariat ist am Platz der Opfer des Nationalsozialismus.

Ich rechne so mit einer Stunde Fahrzeit und plane um 9:00 zu starten. Weil es erst 8 Uhr ist mache ich ein wenig Home Office. Und plötzlich ist es schon 9:00. Also, schnell aufs Rad – und genau um 9:04 starte ich aus der Einfahrt meines Zuhauses in die Waldparkstr. in Riemerling.

Schönes Wetter, ein paar dunkle Wolken vor mir, die aber umringt von blauen Himmel. Mit gutem Tempo geht es durch Ottobrunn, Neubiberg lasse ich rechts liegen, in Richtung Neuperlach, Altperlach und dann über die Rosenheimer Straße in die City. An der Staatskanzlei vorbei biege ich ab in die Maximilianstraße, dann geht es auf den Schienen der Straßenbahn weiter zum Lodenfrey in Richtung Bayerischer Hof.

Es läuft richtig gut, um 9:52 bin ich beim Notariat. Fahrzeit genau 48 Minuten. Damit bin ich nicht unzufrieden – eine gute Zeit.

Mein Partner ist schon da und wir haben noch ein paar Minuten um Allfälliges zu besprechen.

Um 10 Uhr kommt das Dokument, der Notar ist auch ziemlich pünktlich. Der ganze Akt wie auch die Unterschriften dauern keine 60 Sekunden.

Auf Wiedersehen Notariat! Es geht ab in die InterFace. Das GPS zeigt, dass es nach Unterhaching gerade mal gut 10 Kilometer sind, das Wetter ist immer noch OK, was will man mehr.

Also rauf aufs Fahrrad und ab in die Brienner Str. Durch den Hofgarten zum Thomas-Wimmer-Ring. Da gibt es das China-Reisebüro, ein ganz kleines Büro. Vor dem stehen ganz viele Schachteln und noch mehr Chinesinnen. Und die Chinesinnen machen sich fleißig an den Schachteln zu schaffen. Was sie genau machen und was in den Schachteln drin ist, kann ich nicht erkennen.

Kann mir gar nicht vorstellen, dass die alle zum Reisebüro gehören. In einem deutschen Reisebüro gäbe es garantiert nicht so viele Mitarbeiterinnen.

Ein weiterer Chinese, männlich, mit Mobiltelefon am Ohr (im zweiten Bild ganz links am Rand) gestikuliert fleißig herum, dirigiert die Damen und entfernt sich leider gerade wie ich fotografiere.

Die große Betriebsamkeit auf dem Fußweg ist doch ein Grund, ein paar Fotos zu machen.

Dann geht es weiter. Beim Globetrotter (ehemals Rieger-Pelze) nach links, den Gasteig hoch und dann hinein in die Balanstr.

Was für ein Tag! Für 60 Sekunden Notar zwei so schöne Radfahrten. Irgendwie übe ich einen tollen Beruf aus …

In der Balanstraße – so auf Höhe Nummer 90 gibt es wieder etwas zu sehen.

Da werden ein paar alte Industriegebäude abgerissen. Eine Mauer mit einer hohen Stahlleiter steht noch. Gerade wie ich komme nimmt ein Abriss-Bagger sich dieser Mauer an.

Wieder ein Grund zu fotografieren. Und während der Fotos kracht die Leiter mit lautem Wumm zu Boden. Ich fühle den Boden vibrieren – und fahre weiter.

Um 10 Uhr bin ich dann schon wieder bei InterFace – zurück von meinem kleinen Radelausflug zum Notar.

Der Alltag ist wieder da. E-Mails, Telefonate, ein Mitarbeitergespräch. Berichte von Präsentationen und Projekten. Mittags ein paar Nudeln beim „Althaching“.

Und dann ist wieder eine ganz banale Woche vorbei.

Noch schnell die Gedanken des Tages in IF-Blog abgelegt – und ab nach Hause.

Der Abend wird noch ein Abendessen mit Freuden bringen und morgen am Samstag dann Business Frühstück um 9:00 für die IF-AGORA.

Ein banaler aber schöner Tag!

RMD

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2 Kommentare zu “Mein Freitag. In der Stadt. Im Unternehmen. Banal aber schön.”

  1. Chris Wood (Samstag, der 21. April 2012)

    Hi Roland. Eine ziemliche Umweg, Neubiberg links liegen zu lassen bei einer Fahrt von Ottobrunn nach Altperlach! Das war ehe Unterbiberg.

  2. rd (Samstag, der 21. April 2012)

    Hi Chris, habe Neubiberg natürlich „rechts“ liegen gelassen. Du weißt ja, wie das mit „rechts“ und „links“ ist.

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