Roland Dürre
Samstag, der 5. Mai 2012

Mein Kindle

Das ist er – mein erster Kindle. Ein Freund hat ihn mir aus den USA mit gebracht – dort kostete er damals 79 USD anstelle der regulären 99 USD.

Es war die Ausgabe mit Werbung. Im Ruhezustand zeigt der „normale“ Kindle meist auf Schriftbilder bezogene neutrale Graphiken an. Beim „Werbe-Kindle“ sind im Ruhezustand Hinweise auf Konzerte, Produkte, Sonderangebote und ähnlichem zu sehen. Irgendwie anregend, weil so richtig amerikanisch.

Es gibt ansonsten keine störenden Effekte durch diese „Werbung“. Wenn ich dieser Berieselung dennoch mal überdrüssig sein sollte, kann ich sie durch Bezahlen von 20 USD an Amazon online ausschalten. Mache ich aber nicht, denn da lerne ich viel. Schon toll, wie Amazon auch den Kindle als „Werkzeug zur Kundenpflege“ nutzt.

Ende November habe ich ihn bekommen. Weihnachten habe ich weitere Kindles in der Familie verschenkt. Und am Blue Friday im März hat jeder Mitarbeiter der InterFace AG im Rahmen eines „Technologie-Förderungs-Programmes“ einen bekommen, und seitdem setzen wir ihn experimentell im Unternehmen ein.

Und persönlich bin ich jetzt im Mai soweit, dass ich seit Weihnachten kein Papierbuch mehr gelesen habe. Hat also nur ein halbes Jahr gedauert …

Dafür habe ich ganz viele E-Books auf meinem Kindle gelesen. Bücher lese ich wenn irgendwie möglich nur noch auf dem Kindle, weil dort der Lesekomfort besser als auf Papier ist. Bei schlechtem Licht kann ich den „Font“ größer stellen, die Lesezeichen sind immer richtig, ich kann Worte nachschlagen und vieles mehr. Es ist einfach eine neue Qualität des Lesens.

🙂 Und ich kann sogar unter der Bettdecke lesen – siehe P.S.

Ich lese aber nicht nur Bücher von Amazon auf dem Kindle. Man kann sich ganz einfach auch „freie Bücher“ wie „Incommunicado“ von Michael Reimon rein laden. Und Zeitungen und Magazine aller Art und natürlich auch IF-Blog oder PDFs (siehe Anleitung).

So ändert sich für mich die Welt zurzeit mal wieder radikal. Diesmal geht es im privaten Bereich bei mir so richtig weg vom Papier. Habe alle Tageszeitungen und Magazine abbestellt. Noch laufen die Abonnements. Bin  aber heute schon gespannt wird, wie es sein wird, wenn der Papierstrom in unser Haus versiegen wird.

Wahrscheinlich werden dann am Frühstückstisch ein paar Kindles und Android-Pads herumliegen. Und ich werde mich über das Weltgeschehen in der ganz aktuellen Zürcher und anderen Tageszeitungen informieren. Was die lokale und regionale Welt angeht, kann ich dann das was mich interessiert auch einfach aus den vielen Quellen holen, die es mittlerweile ja schon alle gibt. Und das in allen Dimensionen der Information und  ohne Werbung (bei Bedarf mit adblock in allen Medien).

Der immer so schrecklich schnell wachsende Altpapierstapel wird bei mir nicht mehr vorhanden sein. Und ich gehe mal davon aus, dass es viele Zeitgenossen genauso machen werden wie ich.

Ist zwar schade um die vielen schönen Bücher – man wird es aber nicht ändern können. Innovation ist nun mal vor allem Zerstörung, die ab und zu kreativ sein mag.

RMD

P.S.
Vor kurzem hat mir die Barbara noch die original Kindle-Tasche von Amazon geschenkt. Mit integrierter Beleuchtung – aber ohne eigene Batterie. Der Einband nimmt den Strom vom Kindle über zwei Kontakte an der Unterseite des Gerätes ab, verkürzt die langen Akkulaufzeiten des Gerätes (gut zwei Wochen) aber nur unwesentlich. Toll!

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