Roland Dürre
Samstag, der 30. Januar 2016

Mein persönliches Kopfschütteln

rolandswimmingpoolbesserIch versteh’s halt nicht
oder nicht mehr
oder hab’s noch ich nie verstanden,
ganz ehrlich.

  • dass Vater und Mutter sich so oft und so sinnlos gestritten haben,
  • dass ich (auch) in der Schule geschlagen wurde,
  • dass in meiner Jugend ein völlig sinnloser Krieg in Vietnam getobt hat,
  • dass ein Staat wie die BRD die einzigartige historische Chance vergab, ohne Armee zu leben, und das nur aus Angst vor den Russen … (Wiederaufrüstung).
  • dass die Israelis genau so agieren, wie sie es eigentlich gar nicht dürften.
  • dass die Bundeswehr jetzt 130 Milliarden Euro bis 2030 kriegen soll (wo es an vielen anderen wichtigen Ecken wie bei der Bildung fehlt),
  • dass das Gemetzel auf den deutschen Straßen ignoriert und toleriert wird mit dem Hinweis, dass sonst Arbeitsplätze gefährdet werden,
  • dass man beliebig viel Blödsinn rechtfertigt, weil sonst Arbeitsplätze gefährdet wären,
  • dass die Menschen bei uns sich heute nicht darüber freuen, dass man das Wasser aus allen Wasserhähnen trinken und man sich alles kaufen kann, was das Leben schön macht – so wie die frische Vollmilch mit normaler Haltbarkeit und 3,8 % Fett in der braunen Glasflasche (das ist doch ein großes Glück!).
  • dass die alten Herren im Schwimmbad ihre Duschen minutenlang mit warmen Wasser laufen lassen, und dabei im Vorraum stehen und gemütlich ratschen,
  • dass die Menschen sich Joghurts und ähnliches in Plastikbechern kaufen und die Verpackung oft wichtiger als der Inhalt ist,
  • dass es immer noch Menschen in München gibt, die Walnüsse aus Kalifornien essen,
  • dass das Auto zum selbstverständlichen Fortbewegungs-Mittel geworden ist,
  • dass Sex immer noch ein Tabu-Thema ist,
  • dass so viele glauben, Gefängnisse könnten die Welt besser und sicherer machen,
  • dass andere an den „Kreativismus“ glauben, aber meinen, die „Klima-Katastrophe“ gäbe es gar nicht.
  • und so vieles mehr …

Ja – da muss man doch mit dem Kopf schütteln …
(Mit Dank an Bert Brecht, abgewandelt aus der Dreigroschenoper).

RMD

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