Roland Dürre
Donnerstag, der 10. Juni 2010

Menschenhaufen

Im Rahmen eines OpenSpeech (siehe auch meinen Vortrag im Gymnasium Ottobrunn am 20. Mai zum Thema Gemeinschaft – Mensch – Gesellschaft) habe ich ganz zu Beginn die Zuhörer aufgefordert, einfach mal den Begriff Gemeinschaft auf sich einwirken zu lassen, einen Moment assoziativ nach zu denken und dann die verwandten Begriffe laut raus zu lassen.

Es ist auf mich nur so eingeprasselt. Und ein junger Mann der Kollegstufe hat ganz einfach gesagt:

Gemeinschaft ist nur möglich, wenn es einen „Menschenhaufen“ gibt!

Ist das nicht genial? In der Tat: Gemeinschaft und soziale Systemen, Gesellschaft, all das kann nur entstehen, wenn es einen oder mehrere Menschenhaufen gibt. Menschenhaufen, die sich in ihrer Zusammensetzung laufend ändern und anders vermischen?

Der Begriff des Menschenhaufen suggeriert, dass Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn es so etwas wie eine Klugheit der Masse oder Schwarmintelligenz gibt. „Menschenhaufen“ erklärt förmlich, warum es soziale Systeme geben muss und sich Gesellschaft entwickeln kann.

Und wir sind nur ein Teil eines Menschenhaufens. Wir lieben oder hassen unseren Menschenhaufen, und ab und zu verlassen wir ihn auch und gehen in einem neuen auf.

Das vereinfacht doch vieles. Ich danke dem mir unbekannten Zuhörer und Erfinder des Begriffes „Menschenhaufen“!

RMD

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1 Kommentar zu “Menschenhaufen”

  1. Chris Wood (Donnerstag, der 10. Juni 2010)

    Ein Menschenhaufen sieht man am häufigsten nach einen wichtigen Tor.
    Wenn die Leute tot sind, ist das immer noch einen Menschenhaufen, oder nur noch einen Leichenhaufen?

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