Roland Dürre
Montag, der 2. Januar 2017

Mobil in Mittelamerika vom 17. – 23. Dezember (Zweite Woche)

In diesem Artikel berichte ich über die zweite Woche unserer Rundfahrt mit MeinSchiff 4 durch die nördliche Karibik. Im vorletzten Post hier im IF-Blog habe ich meine Erlebnisse in der ersten Woche dieser Reise vom 9. bis zum 16. Dezember wiedergegeben. Die ersten sieben Tage waren am 16. Dezember in Roatán in Honduras vorbei. Dort waren wir privat unterwegs gewesen und hatten einen wunderschönen langen Spaziergang zu den Westbays.

Von Roatán ging es am Abend in die zweite Woche, die mit einem Seetag am 17. Dezember begann. Puerto Limón in Costa Rica war der erste Zielhafen.

18. Dezember – Puerto Limón – Costa Rica – – BOOT, BUS, ZU FUSS
Ankunft um 7:00 /Abfahrt 22:00; organisierter Ausflug

Heute ist der vierte Advent und wir sind im schönen und warmen Costa Rica angekommen. Dort haben wir einen Ganztages-Ausflug gebucht.

Zuerst geht es mit dem Boot durch die Tortuguero-Kanäle und dann per Bus hoch in den Varagua Regenwald. Wir haben  Glück. Denn unser „Guide“ kommt aus Deutschland und heißt Susanne. Susanne ist als junge Frau 1981 in Costa Rica hängen geblieben und hat einen Costa Ricaner geheiratet. So hat sie in diesem besonderen Land 35 intensive Jahre erlebt. Und hat so viel zu erzählen.

Heute ist sie Großmutter und lebt mit ihrer Familie in Costa Rica. Ihr kleines und großes Glück ist es, mit ihren Enkeln die eigenen Hühner zu füttern.

Außerdem engagiert sie sich in Organisationen für den Schutz der Umwelt und für nachhaltigen und auch für die Einheimischen nutzbringenden Tourismus. Und macht Führungen für Schiffs-Touristen.


Glück hatten wir deswegen, weil es drei Gruppen gab, die dieselbe Tour machten. Die zweite war angekündigt als englisch-sprachige Führung – und so als nur für Leute geeignet, die des englischen mächtig waren. Leider konnte der Guide dieser Gruppe aber kaum Englisch (und natürlich auch kein Deutsch). Die dritte Gruppe war wieder „deutsch-sprachig“. Deren Führer konnte allerdings kaum Deutsch (und überhaupt kein Englisch).


Schlechte Neuigkeiten für die Natur …

Ein trauriger Ausflug auf den Tortuguero-Kanäle, weil das alles verschwinden wird …

Was Susanne uns über die Tortuguero-Kanäle erzählt hat, macht mich ziemlich traurig. Costa Rica hat – wohl aufgrund seiner geographischen Lage – einen einzigartigen Artenreichtum. Den konnten wir auch vom Ausflugsboot so richtig gut bewundern. Da gab es Faultiere mit zwei und drei Zehen, besondere Wasservögel, Krokodile und vieles mehr, was wir alles an den Ufern sehen. Wir bewundern die Mangroven-Wälder und verstehen, wie wichtig sie für das Ökosystem sind.

Und dann erfahren wir, dass dieses ganze Idyll bald verschwinden wird, weil genau hier ein gigantisches Containerterminal für den neuen und ziemlich großen Industriehafen gebaut wird. Und dass die Gebäude an den Ufern so verfallen sind, weil die Bewohner schon lange das Gelände verlassen haben.

Offensichtlich meint die Administration von Costa Rica, dass für die Zukunft eine solch gigantische Infrastruktur gebraucht wird. Warum weiß keiner so richtig. Aber das zählt nicht. Und jetzt wird das Großprojekt nach vielen Jahren des Protests trotz allem gebaut und so manche Hoffnung zerstört. Dies trotz des intensiven und auch internationalen Protestes mit vielen guten Begründungen.

Mein allgemeiner Eindruck auf unserer Reise war, dass die meisten Kräne, die ich in den Häfen von Mittelamerika gesehen habe, eher in ewigen „Dornröschenschlaf“ liegen. Sogar später in Panama, das ja ein richtiger Handel- und Umschlagplatz für Güter ist, hatten die meisten Kräne nichts zu tun.

Aber so ist das wohl auf dieser Welt. Die Politik meint – getrieben von den Lobbyisten der Industrie – mit großen Infrastruktur-Investitionen die lokale Wirtschaft ankurbeln zu können. Und wenn die Dinge dann gebaut sind, kommt in der Regel der große Kater.

In Costa Rica hat Intel mal viele Chips produziert. Die werden jetzt in Asien hergestellt. Wo auch sonst. Letzten Endes leben Länder wie Costa Rica vom Tourismus. Und der lebt von der Natur (übrigens auch in Panama bringt der Tourismus mehr als die cash cow Kanal).

Die Costa Ricaner sind trotzdem gut drauf. Ihr Gruß ist „pura vida“, übersetzt heißt das so etwas wie „Pures Leben“. Wenn sich Menschen in Costa Rica treffen, rufen sie sich „Pura Vida“ zu und sind glücklich. So werde ich das in Zukunft auch machen.

Nach der Bootsrundfahrt geht es weiter mit dem Bus in den Varagua Regenwald. Die Busfahrt ist allein schon ein Abenteuer. Über extrem schlechte und enge Straßen mit vielen schmalen Windungen kämpft sich der Bus extrem langsam nach oben. Der Bus-Fahrer strahlt dabei eine durch nicht zu erschütternde Ruhe aus und zeigt keine Anzeichen von Ungeduld. Obwohl es  ab und zu wirklich zum Atem anhalten ist.

Oben angekommen wird unsere Stimmung gleich wieder besser. Nicht nur weil es ein ordentliches lokales Essen gibt. Sondern weil es ein so schöner Ort ist und uns die pralle Natur des Regenwalds in ihren Bann schlägt.

Wir haben hier ein sehr abwechslungsreiches Programm. Nachttiere wie den Rotaugenfrosch können wir in einem Gebäude sehen, in dem am Tage die Nacht herrscht. Es gibt eine wunderschöne Voliere für viele bunte Schmetterlinge und einen kleinen Zoo mit Reptilien aller Art. Wir lernen viel, über die Farben der Schmetterlinge, das Gift der Frösche und Schlangen, das Leben im Regenwald und Manches mehr.

Ein wenig nachdenklich bin ich dann doch auf den 350 Stufen wieder nach oben vom Puma-Wasserfall zur Talstation der Seilbahn.

Ein Highlight ist der Vortrag eines jungen Mannes, der uns berichtet, was er als Forscher und sein Institut für das Überleben für zum Beispiel vom Aussterben bedrohten Froscharten tun. Er erläutert seine spanischen Folien auf Spanisch. Susanne übersetzt ihn ausgezeichnet wie auch alle ihre  Erläuterungen wertvoll und unterhaltsam sind.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Fahrt mit der Seilbahn in das Tal der Puma-Wasserfälle steil hinab durch den Regenwald. Wir sehen unter anderem auf Augenhöhe zahlreiche Affen, die in den Bäumen turnen. Es ist das „pura vida“ – auch wenn es mich ein wenig nachdenklich macht, dass wir nicht mehr die Schönheit des ursprünglichen Regenwaldes mit seinen großen Bäumen erleben dürfen, sondern nur noch die Ausprägung des sekundären und tertiären Regenwaldes. Denn die großen Baum-Riesen des ursprünglichen Regenwalds hat homo sapiens dort auch schon vor langer Zeit durch Raubbau beseitigt.

Als Alternative zu unserem Ausflug hätten wir auch eine Fahrt mit einem Oldtimer-Zug buchen können. So etwas gibt es in Costa Rica auch. Die Bahn wurde wohl beim großen Erdbeben Anfang der 90iger Jahre zerstört. Das Unternehmen, das geprüft hat, ob sich ein Wiederaufbau lohnen würde, war gleichzeitig der größte Busbetreiber in Costa Rica. Und so wurde nur in Puerto Limón eine Teilstrecke für touristische Zwecke wieder aufgebaut und der Rest der Strecke aufgegeben.

19. Dezember – Colón – Panama – – BUS, BOOT
Ankunft um 7:00 /Abfahrt 17:00; organisierter Ausflug

Die Fahrt von Puerto Limón nach Colón war mit neu Stunden eher kurz. Und in Colón hatten wir wieder einen Ausflug gebucht. Denn Barbara und ich wollten doch mal wieder – wenn auch nur für kurze Zeit – auf dem Pazifik sein, von dort die Sky Line von Panama City sehen und vor allem einen Teil des Panama-Kanals befahren.

Das wollten wohl viele. So war dieser Ausflug sehr beliebt. Sechzehn Busse standen nur für unser Schiff bereit, die Einteilung Passagiere der Busse erfolgte in fast militärischer Block-Abfertigung im Theater. Alle wollen den Panama-Kanal (oder zumindest einen Teil davon) durchfahren. Und ich meine, dass sich hat sich dieser Ausflug gelohnt hat.

Von Colón aus fahren wir zuerst zirka eine Stunde nach Gamboa. Wir haben eine wunderbare Führerin, die das pure Leben ausstrahlt. Ihr Englisch ist zwar ein wenig „restricted code“ aber ausgezeichnet zu verstehen. Ihr Vortrag ist großartig, ab und zu legt sie ein beachtliches kabarettistisches Talent an den Tag. Es macht richtig Spaß, die Zeit auf der Fahrt geht im Flug dahin.

Wir fahren vorbei am Gefängnis von Manuel Noriega vorbei, das auf mich wie ein Gebäude so zwischen Schloss und Festung wirkt. Gamboa liegt ziemlich in der Mitte der 82 km, die der Schiffsweg auf dem Panama-Kanal vom Atlantik zum Pazifik misst. In Gamboa sind wir in zwei große Fähren (zumindest deutlich größer als die bisherigen Ausflugsboote) umgestiegen, die uns zum Pazifik bringen sollen. Es sind einfache Schiffe mit offenen Decks auf zwei Ebenen. Da es ein richtig warmer Tag ist und die Schiffe gut voll sind, sind die schattigen Plätze sehr begehrt und werden schnell rar.

Der Führer auf dem Schiff hat leider nicht die Qualitäten der Dame im Bus. Die Lautsprecher sind zu laut eingestellt und die Fahrt wird ziemlich anstrengend. Die Fahrtzeit kann nicht exakt vorhergesagt werden, da sie vom Verkehr abhängt. Wenn ein großer Brummer kommt, dann hat er Vorfahrt. Er zahlt ja auch enorm für den Transfer. Die Maut für die ganz großen Schiffe, die aufgrund eines Neubaus einer Teilstrecke jetzt auch durch können, soll bis zu einer Million USD betragen.

Die Fahrt soll vier bis fünf Stunden dauern. Die Passage der Schleusen auf dem Weg nach Panama-City, mit denen wir je nach Wasserstand einen Höhenunterschied von zirka 30 Metern überwinden, beeindruckt uns jetzt nicht so sehr. Immerhin sind wir ja erfahrende Hausboot-Fahrer und kennen uns mit Schleusen gut aus. Zudem waren wir schon oft am ruhigen Rhein-Main-Donau-Kanal und haben vor kurzem das Oder-Schiffs-Hebewerk auf unserer Radtour von Penemünde nach Berlin besucht. So beeindrucken uns die Schleusen nicht so sondern eher die große künstlich geschaffene Seen-Landschaft.

Die engste Stelle des Kanals, der Gaillard Cut, liegt auf unserem Weg. Die beiden Gipfel – mindestens einer davon gestutzt – sind sehenswert. Bei den Schleusen kommen wir am ziemlich vollen Kanal-Beobachtungsgebäude vorbei. Da ist ziemlich viel los.

Ein wenig überraschend kommt, gerade wie wir in den Miraflores-See einfahren, die Durchsage, dass wir heute den Kanal sehr schnell durchfahren haben und wir schon in einer Dreiviertel-Stunde am Ziel sein werden. Das wären dann nur 3,5 Stunden Fahrtzeit. Aber bevor es durch die Puente de las Américas geht stoppt die Kanal-Verwaltung unser Fährboot.

Wir müssen waren, bis ein Container-Gigant kommt. Wir warten, fast zwei Stunden bis der vorbei ist, dann es geht weiter. So werden es dann doch noch an die fünf Stunden Fahrtzeit.

Raus aus dem Miraflores-See geht es in den Pazifik bis nach Balboa, die äußerste Insel einer kleinen Reihe von Inseln, die über einen Damm mit dem Festland verbunden sind. Wir stehen am Heck und sehen, wie die Puente de las Américas immer kleiner wird.  Die Silhouette von Panama City zieht an Backbord an uns vorbei, das ist schon alles sehr beeindruckend.

In Balbao verlassen wir unsere Fähre und steigen wieder in den Bus. Unser toller Guide erwartet uns wieder und verkürzt uns die Zeit im Bus. Der fährt die komplette Autobahn vom Pazifik an den Atlantik durch und wir sind wieder beim Schiff – rechtzeitig zur Abfahrt um 18:00. Die macht besonders viel Spaß – denn um 18:00 local time sieht man noch einiges von Panama im Licht der untergehenden Sonne.

20. Dezember – Cartagena – Kolumbien – – ZU FUSS / TAXI
Ankunft um 9:00 /Abfahrt 20:00; privat unterwegs

Die beiden letzten Tage hatten wir zwei Tagesausflüge, die uns durchaus gefordert haben. So wollen wir es heute geruhsam angehen lassen und gehen mal wieder privat los.

Kurz vor der Altstadt nach einem längeren Fußweg vom Containerhafen. Eine Brücke fehlt noch – dann sind wir da.

Cartagena ist mit mehr als einer Million Einwohnern eine richtig große Stadt. Die Silhouette der Stadt besteht aus vielen Hochhäusern und ist nicht weniger beeindruckend als die von Panama City.  Es gibt aber – zum Teil noch umgeben von der ursprünglichen und gut erhaltenen Stadtmauer – auch eine gemütliche Altstadt, die mit vielen Museen und anderen Attraktionen lockt.

Unser Schiff liegt im Containerhafen. Der Stadtplan der Hafen-Info lässt vermuten, dass es fast 10 km bis zur Altstadt sind. Aber der Weg ist ziemlich klar, also spazieren wir los. Und wieder dasselbe Spiel mit den vielen vielen Taxifahrern, die uns alle erklären wollen, dass der Weg viel zu weit wäre. Wir haben es aber mittlerweile gut geübt, den Sirenen widerstehen zu können …

Der Verkehr auf der zweispurigen und trotzdem schmalen Einbahnstraße ist dicht. Auch die Fußwege sind ziemlich belebt. Oft sind wir zu Fuß schneller als die Autos. Wir freuen uns, wenn wir zu Fuß einen Bus mit den „organisierten Ausflüglern“ von MeinSchiff 4 überholen.

In den Staus stecken auch viele kleine gelben Taxis , die hier als öffentlicher Nahverkehr etikettiert sind. Es gibt aber auch viele öffentliche Busse. Ich entdecke, dass eine ganze Reihe der gelben Taxis rein elektrisch unterwegs sind. Es sind Fahrzeuge von KIA.

Es ist ein sehr beeindruckender Spaziergang hin zum alten Hafen. Wir überqueren die Mündung und sehen ein großes Tor in der Stadtmauer. Da ist sie, die Altstadt. Sehr verlockend, es gibt viele Museen, Bars und Lokale und Geschäfte.

Wir nehmen uns viel Zeit und bummeln und stöbern herum. Dann sind wir so richtig müde. Also geht es zurück zum Genießen aufs Schiff und wir suchen uns ein Taxi. Das finden wir schnell und haben einen wunderschönen Spätnachmittag auf dem Schiff.

Unsere Reise geht nun langsam zu Ende. Wir müssen jetzt wieder zurück von Kolumbien in die Dominikanische Republik. Unser vorletztes Ziel vor dem Heimflug von La Romana ist Santo Domingo. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück des Weges, deshalb geht es am Abend um 20 Uhr los zu unserem letzten Seetag am 21. Dezember.

Es wird eine wunderschöne Ausfahrt, noch ziemlich lange sehen wir die Lichter von Cartagena und Kolumbien und nehmen langsam Abschied von Mittelamerika. Auch wenn wir nicht mehr in Panama sind, leiste ich mir für den deutschen und griechischen Sommer 2017 einen Panama-Hut.

Auch die Barbara wird schwach und bekommt sich einen wunderschönen Damenhut – auch für den heißen Sommer 2017. Nach kurzem aber entschlossenem Handeln mit dem fliegenden Hut-Händler bekommen wir beide Hüte zusammen für 14 USD. Am Flughafen-Shop kostet mein Hut dann 20 USD – die Damenhüte aber deutlich mehr.

22. Dezember – Santo Domingo – Domikanische Republik – – ZU FUSS
Ankunft um 8:00 /Abfahrt 20:00; privat unterwegs

Noch zwei Tage bis Heiligabend.

Das Ende der Reise kommt immer näher. Noch ein voller Tag in der Karibik und noch eine Nacht auf dem Schiff – und dann geht es zurück aus der Wärme. An Heilig Abend wollen wir in München ankommen und dann mit unseren Kindern und deren Partnern feiern.

Also gehen wir noch mal spazieren. Der Weg vom Hafen in die Stadt scheint diesmal richtig kurz. Also auf zu einem letzten Spaziergang in Mittelamerika. Gar nicht weit weg von unserer Anlegestelle überquert eine schwimmende Brücke den Meeresarm zum Hafen. Und dann sind wir auch schon da.

Obwohl Santo Domingo eine Riesenstadt ist – mit vielen Menschen in der Umgebung. Trotzdem hat Santo Domingo hat aber auch eine wirklich liebenswürdige Altstadt. Die war so richtig zum Bummeln für uns. Sie ist ziemlich übersichtlich und besteht aus lauter flachen Gebäuden und ein paar kleinen Parks.

In einem wird gerade ein Film gedreht. Mit großem Aufgebot werden Teile der Straße frei gehalten. Für uns gibt es so viel zu sehen. Und immer wieder begegnen wir einer Gruppe vom Schiff, vorne weg der Guide mit dem schon gut bekannten Schild über dem Kopf haltend.

Bars und Gaststätten mit „free WLAN“ gibt es hier auch. So machen wir Kaffeepause und füttern unsere Handy. Die Rechnung kommt dann in lokaler Währung und umgerechnet in USD und EURO. Die Welt ist klein geworden.

Die Abkürzung der dominikanischen Republik ist übrigens R.D. Das sind meine Initialen. Überall sehe ich Käppies, T-Shirts und andere Andenken-Artikel mit meinen Initialen. So werde ich schwach und kaufe mir ein R.D.-Käppie. An Weihnachten werde ich es meinem Sohn Rupert Dürre (auch ein R.D.) schenken.

Ansonsten genießen wir an diesem Tage unsere Zweisamkeit und freuen uns auf Weihnachten.

23. Dezember – La Romana – Domikanische Republik – – BOOT
Ankunft um 8:00 / Transfer zum Flughafen 14:45; organisierter Ausflug

Es ist unser letzter Tag. Wir haben schon ein paar Tage vorher auf dem Schiff einen organisierten Ausflug für den Vormittag gebucht. Es ist eine Bootsfahrt mit Schnorcheln und Strandbesuch. Er soll um 14:00 zu Ende sein, so haben wir noch genug Zeit bis zum direkten Transfer zum Flieger.

Unser Gepäck haben wir schon am Vorabend gepackt. Die Koffer mussten bis Mitternacht vor die Tür gestellt werden und sind schon abgeholt. Meinen Rucksack mit meinen warmen Kleidern habe ich auch dazu gestellt. Wir sind also vogelfrei und müssen heute am Flughafen das Gepäch nur noch identifizieren und die beiden Koffer beim Check-In abgeben.

Der Ausflug ist wieder gut organisiert. Unser Boot steht am Heck von MeinSchiff 4 zum Einstieg bereit. Die Mannschaft ist zu dritt, eine Schweizerin und zwei Einheimische. Alle sind richtig gut darauf. Unterwegs gibt es Kola, Sprite … und viel Rum. Cuba libre! Zum Essen haben sie Pastelitos dabei, das sind gefüllte Teigtaschen.

Zuerst machen wir einen Schnorchelstopp, dann fahren wir zu einem Strand. Der Bereich mit den blauen Liegestühlen ist für uns reserviert. Die Nutzung eines Liegestühle kostet 2 USD, das Liegen auf einem Handtuch am Strand wie das Schwimmen im Meer sind im Preis mit drin. Ein Kreuzfahrschiff der Reederei „Costa“ ankert vor dem Strand und „tendert“ fleißig offensichtlich überwiegend italienische Gäste an Land. Es geht zu wie am Marienplatz in München.

Es ist der Tag vor Heilig-Abend. Essen, Trinken, Sonne und Wasser genießen und „faul sein“ ist angezeigt. Besonders das Meer in tropischer genießen wir noch mal so richtig und gehen öfters ins Wasser als auf der ganzen Reise. Dann geht es mit dem Boot zurück zum Schiff – Ade Karibik!

Pünktlich setzt uns das Ausflugsboot wieder beim Schiff ab. In der Grillbar auf dem 12. Deck von MeinSchiff 4 verspeisen wir unseren letzten Hamburger und spülen die Reste mit Corona runter. Dann geht es runter zum Bus und ab in den Flieger. Wir wollen ja am nächsten Tag unter dem grünen Baum bei uns zu Hause Weihnachten zu feiern

Am Heilig Abend stehen wir dann morgens um 8:30 am Bahnsteig des Flughafen und warten auf die S-Bahn der Linie 8 zum Ostbahnhof. Der Umstieg zu S7 klappt problemlos, alle Züge sind pünktlich.  In Neubiberg kommen wir gegen 10:00 an. Ich radle zuerst Mal zum Metzger Schlammerl in Ottobrunn und kaufe mir ein paar Weißwürste. Dann geht es zum Bäcker Schlank in Putzbrunn für die Brezeln dazu. Die Mittagsbrotzeit ist gerettet – und – Heilig Abend kann kommen!

Das Hotel, das uns für vierzehn Nächte beherbergt hat und mit uns durch die Karibik fuhr.

Das war es! Ich werde noch einen Artikel mit ein paar Tipps zur Kreuzschifffahrt schreiben – und mich dann wieder anderen Themen zu wenden.

🙂 Wie z.B. was denn eigentlich system-theoretisch betrachtet ein Problem ist.

RMD

Kommentar verfassen

*