Roland Dürre
Dienstag, der 14. Juli 2009

Nachhaltigkeit bei Grund und Boden!

Zum Leben brauchen wir Luft und Boden. Deshalb tut mir folgendes Zitat besonders weh:

Tag für Tag verschwinden rund 125 Fußballfelder Erdreich unter Straßen und Neubaugebieten, in Bayern immerhin 17,2 Hektar. Planiert, geteert und zugebaut. Über Teer und Asphalt, Beton und verdichtetem Grund wächst kein Gras mehr, die Folgen tragen wir alle. Jahrhundertüberschwemmungen künftig alle paar Jahre?

Den Ausschnitt habe ich aus einem Artikel der SZ vom 27.09.2005 entnommen. Ich fürchte dass auch die Wirtschaftskrise diese Entwicklung nicht wesentlich bremsen konnte.

Wie viele alte und neue Bürohäuser stehen in München und in den Gemeinden des oberbayerischen Speckgürtels leer? Trotzdem werden immer noch zahlreich Bürogebäude neu gebaut werden. Das ist schwer zu verstehen.

Genauso, dass immer noch Autobahnen, Ortsumgehungen und sogar Start-/Landebahnen neu gebaut werden, obwohl ziemlich klar ist, dass der mit fossiler Energie angetriebene Individualverkehr ein Auslaufmodell ist und der Flugverkehr früher oder später drastisch zurückgehen wird.

Auch sehe ich laufend neue Discounter und Supermärkte mit Riesenparkplätzen im Grünen, die dann meistens doch recht leer sind. Auch die Friedhöfe bekommen immer größere Parkplätze, die dann nur einmal im Jahr voll sind.

Und ich meine, dass das doch alles keinen Sinn macht. Dabei wäre es so einfach, den Verbrauch von Boden zu beenden. Man müsste nur diese einfache Regel aufstellen:

Jeder, der in Bayern Boden versiegelt, darf dies nur, wenn er zum Ausgleich irgendwo anders in Bayern dieselbe Menge von Boden wieder entsiegelt!

Damit könnten wir schnell das Mindestmaß an Nachhaltigkeit erreichen, das zumindest den Status Quo bewahren würde.

😉 Aber heute wird der Bayerische Landtag seine geballte Arbeitskraft dann erst mal einem neuen Gesetz zum (reduzierten) Nichtraucherschutz zuwenden.

RMD

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