Roland Dürre
Donnerstag, der 23. Juni 2011

Nachlese UTB Finnland – Der ökologische Fußabdruck

Die Reise mit dem Hausboot in Finnland war wunderschön. Ich habe sie sehr genossen. Habe aber auch ein schlechtes Gewissen.

An- und Abreise erfolgte mit dem Flugzeug (München – Helsinki mit Finnair, Helsinki – Savonlinna mit Finncom Air). Drei der Flüge waren komplett ausgebucht, einer ziemlich leer.

Die von mir geprüfte Alternative mit der Bahn war zwar möglich, aber wesentlich teurer und sehr zeitaufwändig. Und zu Auto und Fähre hatte ich wirklich keine Lust.

Das war dann schon meine zweite Flugreise in diesem Jahr. Deutlich mehr als die beiden Jahre davor. Ganz  gegen meine guten Vorsätze. Dazu kommt dann noch:

Das Hausboot hat auf unserer Reise knapp 300 Liter Diesel (genau 297) gebraucht. Das war 3/4 des Tankinhalts von 400 Liter. Wir sind 7 Tage gefahren, jeden Tag im Schnitt 7 Stunden.

In 50 Betriebsstunden wurden 300 Liter verbrannt, also pro Stunde 6 Liter. Klingt im Vergleich zum Verbrauch von Sportbooten harmlos. Das liegt wohl daran, dass wir immer langsam gefahren sind. So mit 2.000 Umdrehungen und damit 5 Knoten in der Stunde.

Wenn ich mir aber überlege, dass 300 Liter Diesel immerhin fast das Drittel einer Tonne ist und ein PKW damit 5.000 km weit fahren kann, ist das eine bedrückende Zahl. Flug und Hausboot haben meinen ökologischen Fußabdruck also doch wieder wesentlich vergrößert.

Ansonsten muss ich das Hausboot loben. Im Unterschied zu Booten, die wir früher gemietet hatten, verfügte es über einen Fäkalien-Tank. Den Inhalt haben wir alle zwei Tage in einen Plastikcontainer gepumpt und so einer ordentlichen Entsorgung zugeführt. Hat immer ganz schön gestunken.

Jetzt würde ich noch mal gerne durch Finnland radeln. Der Startpunkt wäre ziemlich im Norden, da komme ich sinnvoll nur mit dem Flieger hin. Wenn ich dann bis Minsk oder Warschau käme, könnte ich von dort mit dem Zug heim reisen.

Ich werde mal die Routen und die Fahrpläne studieren …

RMD

 

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