Roland Dürre
Montag, der 11. Oktober 2010

Nano Electronics

In einem älteren Artikel habe ich gefordert, dass man schon vor der Einführung von Nanotechnologie auch mögliche Risiken prüfen muss. Keine Technologiefeindlichkeit, nur gesunder Menschenverstand.

Nanotechnologie ist spannend. Aber sie muss differenziert betrachtet werden. Die potentiellen Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Da gibt es sinnvolle Anwendungen – aber auch viel Unsinn.

Die Medien schreiben viel über Nano. Asphalt, der intelligent die Autos zählt, Türklinken, die mit neuen Silber-Legierungen Bakterien töten und Sportkleidung, die nicht mehr stinkt.

Sie schreiben über eine Sonnencreme, die dank Nano einen hauchdünnen Film erzeugt. Über Margarine, die dank Nanoteile länger frisch aussieht – und die ich nie essen würde. Über mit Nanoteilen beschichtete Schokolade und über Zahncreme mit Nanoteilen, die für ein noch schöneres Weiß sorgen würde.

Das mit Nanoteilen auf Schokolade oder in der Margarine soll eine Ente sein. Die Überlegungen hat es aber wohl mal gegeben. Das mag ich nicht. Zu eindeutig haben Rattenversuche gezeigt, dass Nanoteile über die Lunge ins Gehirn wandern. Und das ist den Versuchsratten gar nicht gut bekommen. Was für die Ratte nicht gut ist, ist auch für mich nicht gut.

In der Elektronik gibt es die „Nanotechnologie“ aber schon lange. Da sind Größenordnungen von kleiner 100 Nanometern schon heute nichts Ungewöhnliches. Die Nanotechnologie ist integraler Bestandteil von modernen elektronischen Systemen.

Und hier geht es auch weiter in den einstelligen Nanobereich. Aber auch in anderen Bereichen wie Medizin und Pharmazie kann man sich wesentliche Fortschritte durch Nanotechnologien vorstellen. Bestimmt gibt es hier sinnvolle Entwicklungen. Selbstredend müssen auch hier genauso wie in der Elektronik die Risiken präzise bewertet werden, und das parallel zur Entwicklung und vor der Produktion.

RMD

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