Roland Dürre
Sonntag, der 1. Januar 2012

Neujahrsreden

Heute im SPIEGELONLINE zu Neujahres-Ansprachen von Bundeskanzlerin und weiteren Regierenden in Europa gelesen:

Ausblick auf 2012 -Europas Bosse warnen vor Krisenjahr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmte die Deutschen auf ein schwieriges Jahr 2012 ein.

Der Weg, die Schuldenkrise zu überwinden, „bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein“, sagte Merkel in ihrer Neujahrsansprache. Nach einem Bericht muss der Bund 2012 für Zahlungen in den Rettungsschirm ESM erheblich mehr neue Schulden machen.

Merkel betonte in ihrer Rede zum neuen Jahr, Deutschland gehe es gut, auch wenn das neue Jahr ohne Zweifel schwieriger werde als 2011. Mit Blick auf die Schuldenkrise sicherte die Kanzlerin zu, alles zur Stärkung des Euro zu tun.

Am Ende des Weges werde „Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist“.

Diese Sätze machen mich skeptisch und ein wenig ärgerlich. Besonders der letzte ist eine inhaltsleere und rhetorisch ungeschickte Floskel, gut geeignet als Metapher für eine Politik ohne Mut und Moral.

Darf man so mit erwachsenen Menschen, ja sogar mit einem ganzen Volk reden?

In Tilburg gibt es eine Hochschule, die sich unter anderem mit der „biases“ von Managern befasst. Vielleicht sollte man an einer geeigneten Universität in der BRD einen neuen Leerstuhl gründen, der die „Wahrnehmungsstörungen“ von Politikern untersucht.

RMD

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