Roland Dürre
Samstag, der 21. November 2009

„Nichtraucherschutz in Bayern?“ oder „Das Volksbegehren!“

Gestern habe ich mich in das Volksbegehren für Nichtraucherschutz eingetragen. Obwohl ich gar niemanden zwingen will, nicht zu rauchen. Und will ich auch niemanden gängeln, als ehemaliger Raucher besonders auch nicht die Raucher.

Auch bei InterFace haben wir ein eigenes Raucherzimmer, obwohl das durchaus eine Reihe von Belästigungen für Nichtraucher mit sich bringt. Und manchmal der eine oder die andere auch über die vielen Raucherpausen nörgelt. Aber wir trösten uns dann damit, dass Rauchen sehr kommunikativ ist.

Ich habe mich aber trotzdem für das Volksbegehren eingetragen. Es war eine emotionale Entscheidung. Der Anlass für meine Unterschrift waren zwei ganz persönliche und wahrscheinlich völlig unwichtige Gründe.

  • Ich höre gerne Live-Musik. Da war ich früher oft im Podium in Schwabing und anderen Musiklokalen. Trotz massiven Rauchs habe ich die Musik sehr genossen, nur die Kleider habe ich dann wieder daheim ins Freie gehängt. Und mich am nächsten Morgen gewundert, wie immer noch alles so stinken kann.
    Dann kam die Zeit des Nichrauchergesetzes und die Luft war rauchfrei. Da habe ich mich an die saubere Luft gewöhnt. Bis dann die Raucherklubs entstanden sind. Ich habe es dann noch zweimal versucht und war im Raucherclub-Musiklokal. Aber es ging nicht mehr. Und seitdem gibt es keinen Rock’n’roll, Boogie oder Blues mehr live für mich. Ich will aber nicht mehr auf „Live Musik“ verzichten müssen und wieder ins Podium gehen können.
  • Ja, und dann gibt es noch die „Südlichen Länder“. Und ich fasse es nicht, dass bei uns in Deutschland nicht möglich sein soll, was die Griechen, Italiener und Spanier ganz selbstverständlich schaffen.

Es gibt aber auch genug rationale Gründe für die Unterschrift wie Jugendschutz und Gesundheitsschutz für Mitarbeiter. Rauchen ist „out“. Warum soll eine Minderheit eine Mehrheit terrorisieren. Besonders in öffentlichen Räumen, in die Nichtraucher auch ganz gerne mal gehen wollen.

Und auch für den Nichtraucherschutz gilt: Einfache Regeln sind besser als komplizierte.

Also, ich bin für den alten bayerischen Nichtraucherschutz inklusive des Verbotes von halbseidenen Raucherklubs!

RMD

P.S.
Natürlich habe ich kein Problem, wenn sich Raucher in geselligen Herrenklubs treffen und sich dort im gemeinsamen Genuss von Tabak ergehen. Das finde ich kultiviert, würde aber dort als Gast nur sehr selten erscheinen und garantiert nicht arbeiten wollen.

2 Kommentare zu “„Nichtraucherschutz in Bayern?“ oder „Das Volksbegehren!“”

  1. Chris Wood (Samstag, der 21. November 2009)

    I received a card that said that those who could vote in the Bavarian election could sign up as anti-smokers. But later, I found that this was true only for Germans.
    My main reason is that smoking should be stamped out, particularly for girls. Many cannot give it up when pregnant, damaging millions of babies each year. Of course it is unreasonable to prohibit smoking only for women, and smoking damages children after birth too.
    As far as I know, cigarette companies are still trying to increase smoking, particularly in poor countries.

  2. Chris Wood (Samstag, der 21. November 2009)

    Roland means „live“ music, not „life“. This mistake probably comes because, for instance on the radio, in Germany the term „live music“ is read with German pronunciation of „v“. My friend Roland is one of the worst people I know for mixing in occasional English words, but getting them wrong.

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