Roland Dürre
Mittwoch, der 27. März 2013

… oder arme Reiche?

Im letzten Beitrag ging es ja um das „mittlere Vermögen deutscher Haushalte. Laut der Bundesbank beläuft sich dieses auf rund 51.400 Euro netto und ist damit im europäischen Vergleich erstaunlich niedrig.

Das Thema hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe mal nachgelesen, wie hoch die gesamte Staatsverschuldung in der BRD ist. Laut Zeit waren Bund, Länder und Gemeinden in 2011 mit etwas mehr als zwei Billionen Euro verschuldet. Pro Einwohner waren das 24.771 Euro. Diese Zahl ist im letzten Jahr noch mal gestiegen. Sie enthält auch nicht die wahrscheinlichen Belastungen die aus den gigantischen Bürgschaften für die „EURO-Rettung“ entstanden sind.

Die Annahme, dass auf jedem Deutschen 25.000 Euro öffentliche Schulden lasten, ist so eher zu niedrig. Zudem könnte und dürfte sich diese Zahl sehr leicht in naher Zukunft katapultiv erhöhen. Wenn ich zurück zum Haushaltsvermögen des „durchschnittlichen“ Deutschen mit netto 51.400 EURO komme und davon ausgehe, dass zu einem Haushalt im Schnitt mehr als zwei Menschen gehören, dann liegen die Schulden eines „durchschnittlichen“ Haushaltes ja jetzt schon bei großzügiger Betrachtung deutlich über 50.000 €.

Kurz gesagt:

Statistisch sind die deutschen Haushalte „öffentlich“ höher verschuldet, als sie über privates Netto-Eigentum verfügen

Armes reiches Deutschland?

😉 Wie gesagt, ich bin froh, dass ich nicht BWL und VWL studiert habe!

RMD

Be Sociable, Share!

1 Kommentar zu “… oder arme Reiche?”

  1. Chris Wood (Donnerstag, der 28. März 2013)

    See http://if-blog.de/rd/aus-arm-wird-reich/#comments

Kommentar verfassen

*