Roland Dürre
Samstag, der 13. November 2010

„Planung und Neuverschuldung“ oder „Die lieben Zahlen“

Gestern las ich in der SZ, dass die Neuverschuldung des Bundes im Haushalt 2011 auf 48,4 Milliarden Euro fest geschrieben wurde. Das sind 9,1 Milliarden Euro weniger als geplant. Zugleich vereinbarte die Koalition im Haushaltsausschusses des Bundestag, die Gesamtausgaben auf 305,8 Milliarden Euro zu beschränken anstelle der im Entwurf 2011 vorgesehenen 307 Milliarden €.

Das bedeutet immerhin, dass der neue Haushalt immer noch zu fast 16 % auf Pump finanziert wird. Ist das OK?

Gleichzeitig lese ich im selben Artikel:

Bereits im laufenden Jahr (2010) wird die Neuverschuldung mit etwa 50 Millarden € erheblich geringer ausfallen als ursprünglich geplant. In seinem Entwurf war Schäuble noch von etwa 80 Millarden ausgegangen. Möglich wird die Reduzierung der Neuverschuldung durch den unerwartet starken Aufschwung in Deutschland und die damit verbundenen höheren Steuereinnahmen.

Das heißt, dass die Planung mit 30 Milliarden (Differenz von 80 zu 50) bei der Neuverschuldung doch sehr deutlich daneben lag.

Für 2011 planen wir also fast genauso viel Neuverschuldung (48,4) wie wir wahrscheinlich in 2010 hatten (≈ 50).

Aber was machen wir, wenn der Plan für 2011 ähnlich daneben liegt wir für 2010 – und dies vielleicht noch in die falsche Richtung?

RMD

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1 Kommentar zu “„Planung und Neuverschuldung“ oder „Die lieben Zahlen“”

  1. E2E (Samstag, der 13. November 2010)

    Macht doch nichts! Ist doch nicht das Geld derer, die planen …

    Wenn Du auf Dauer 16% mehr ausgeben würdest als Du einnimmst, hättest Du bald ein Problem – außer Du bist Politiker….

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