Roland Dürre
Mittwoch, der 18. Mai 2011

Plastikmüll

Am Dienstag, den 10. Mai, hat mich der Günther besucht. Günther ist ein alter Freund, Jahrzehnte haben wir gemeinsam Fußball gespielt. Er möchte mir ein paar neue Geschäftsideen vorstellen. Kühne Gedanken, die er mit mir teilt. Eine davon ist, die Meere vom Müll zu befreien.

Ab und zu werde ich in von meiner Familie als schrullig bezeichnet. Sicher zu Recht. Wer ist denn nicht ein wenig schrullig?

Meine Schrulligkeit ist aber eine besondere. Ich verweigere den Verzehr von Joghurts und Buttermilch, wenn diese leckeren Nahrungsmittel aus Plastikbehältnissen kommen.

Auch können meine Familienmitglieder nur beschränkt nachvollziehen, dass ich mir eine Seifenschachtel gekauft habe. Ich reinige meinen Körper im Schwimmbad und auch sonst wieder mit Seife und verzichte auf Shampoo und die vielen sonstigen bunten und wahnsinnig teueren Körperpflegemittel, die in Plastikbehältnissen oder Spraydosen die Regale der Drogeriemärkte meterbreit füllen.

Jetzt habe ich Unterstützung bekommen.

Die Wochenendausgabe der Süddeutschen vom 14./15. Mai 2011 hat mir sehr geholfen: Auf Seite 10 im ersten Teil war diesmal die Seite „Wissen“ untergebracht (sogar mit einem großen Hinweis von der Titelseite!). Und auf dieser Seite ging es ausschließlich über Plastikmüll und dessen Folgen!

Das war für mich nicht neu. Eine Schwester eines InterFace-Kollegen hat Chemie studiert und dient mir als persönliche Referenz, dass es wirklich so grauenhaft ist, wie es in der Zeitung steht. So versuche ich, Plastikbehältnisse aller Art zu boykottieren. Das ist eh schwer genug.

Würde mich aber über Nachahmer sehr freuen.

Deshalb habe ich weitere interessante Informationen zu diesem Thema gesucht und im Blog Telepolis, in der Welt und natürlich in Wikipedia gefunden. Und auch Aktivitäten von Ocean Care und Nabu.

Bitte ruhig nachlesen, auch wenn es weh tut!

RMD

P.S.
Das Bild habe ich auf der Fähre Sophokles der Anek Lines fotografiert, die zwischen Venedig und Patras unterwegs ist. Es enthält die

REGULATIONS OF GARBAGE DISPOSAL AT SEA
ANNEX V OF MARPOL 73/78

Das Bild kann durch Klicken vergrößert werden – und dann liest man, was man sogar alles „legal“ ins Meer „entsorgen“ darf!

 

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1 Kommentar zu “Plastikmüll”

  1. fhl (Freitag, der 20. Mai 2011)

    EU-Bürger verbrauchen pro Jahr und Kopf etwa 500 Plastiktragetaschen, die meisten werden nur einmal benutzt.

    Ergänzung dazu: http://www.sueddeutsche.de/p5438P/4098557/Steuer-auf-Plastiktueten.html

    Liebe Grüße, Friedrich

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