Roland Dürre
Mittwoch, der 29. Mai 2013

Referent zu Craftsmanship: Bernd Fiedler im IF-Forum

Kristin BlockBernhard Findeiss und Dr. Elmar Jürgens als ReferentInnen bei unserem Workshop CRAFTSMANSHIP am 13. Juni 2013 ab 13:00 bei uns in Unterhaching habe ich schon vorgestellt.

berndzeigt-300x200Heute stelle ich Bernd Fiedler vor. Er wird uns über ein zentrales Thema des „Craftsmanship“ berichten:

„Master and Apprentice“
Erfahrung, Technologie, Kultur, Tradition, „Schule“ …

Die Beziehung zwischen Meister und Schüler dürfte so alt sein wie die Menschheit. Schon in der Antike wird immer wieder berichtet wie Meister ihren Schülern nicht nur Technologien und  Erfahrungen weitergeben. Vielmehr sind sie die Bewahrer von Kultur und Vermittler von Sinn. Besonders geben Sie auch Werte wie „Werkstolz“ weiter.

Das Finden neuer Wege um Probleme zu lösen und die Weitergabe dieser an Dritte gehört zur elementaren Identität des Menschen. So entstehen Traditionen, aus denen sich besondere „Schulen“entwickeln können. Im Mittelalter entstanden so Zünfte, in der Renaissance Künstlerschulen wie die des Michelangelo, Tizian oder Rafael. Der Stolz war groß, da dabei gewesen zu sein.

Heute gibt es Schulen mit besonderer Leuchtkraft wie Oxford, Harvard und die Sorbonne, in Deutschland der TUM. Angesichts solcher Namen wird leider der große Wert unseres „dualen Systems der Berufsausbildung“ zu leicht vergessen. Obwohl dieses gerade in anderen Ländern hoch geschätzt wird und vielerorts als (nur schwer zu erreichendes) Vorbild dient.

All dies lebt von der Beziehung zwischen Meister und Schüler auf. Hier erfolgt der Wissensübergang, der modellhaft aus den vier klassischen Phasen des Wissenstransfers besteht, die heißen: Internalisierung, Externalisierung, Kombination und Sozialisation.

berndzeichnet-300x200Die erste große Herausforderung ist es, sich des Wissens bewusst zu werden. Und zwar nicht nur des verbal kommunizierbaren sondern auch des unbewussten Wissens und Könnens, das man sich durch Aufnahme, eigene Erfahrung und innigste Übung angeeignet hat. Beides entsteht in einem unendlich langen, kontinuierlichen und nie endenden Verbesserungsprozess, der auch auf Versuch und Irrtum aufbaut.

Ein wahrer Meister hat sein Leben lang ständig nach Perfektion gestrebt. Daher ist sein implizites Wissen ein wahrer Erfahrungsschatz. Wir erleben dies heute überwiegend in künstlerischen Berufen. In vielen industriellen Berufen und mittlerweile auch bei „Wissensanbietern“ wird dies aber immer mehr durch Standards eingeschränkt.

Unter anderem wird der Vortrag folgende Topics streifen:

Formen des Wissenstransfers • Anleihen aus der Geschichte • Unterstützung durch Visualisierung • Powerpoint • Grafiken • Mindmaps • Landkarten

Und Fragen stellen und versuchen zu beantworten wie:

  • Welche Schlüsse können wir für uns daraus ziehen?
  • Können wir komplexe Themen hierbei besser vermitteln?
  • Wie kann die Vermittlung von wichtigem Erfahrungswissen besser unterstützt werden?

Zur Person:

Bernd Fiedler beschäftigt sich seit 1999 in verschiedenen Funktionen mit Wissensmanagement. Er ist Autor diverser Publikationen, zuletzt hat er „Von der Mindmap zum Prezi – Neue Wege der Visualisierung im Wissensmanagement“ veröffentlicht. Er ist zertifizierter Business Warehouse Berater (SAP) und Mitglied der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM). Dort moderiert er die lokale Regionalgruppe München.

Als Lehrbeauftragter für Wissensmanagement wirkt er an der Hochschule Augsburg. Als Referent spricht er laufend auf diversen Konferenzen (u.a. KitKon, DNUG, Wissenstagung, BitKom). Seine Profession ist Projektleiter für Intranets und Mitarbeiterportale. Seit Anfang 2012 ist er Mitglied der Geschäftsleitung der datac – Kommunikationssysteme GmbH – dort zuständig für Wissens-, Qualitäts- und Personalmanagement.

RMD

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