Roland Dürre
Mittwoch, der 17. November 2010

Reingefallen! Oder doch nicht?

Am Samstag  (13. November) waren wir nach langer Zeit mal wieder „Shoppen“ und haben in „harte Produkte“ investiert.

Für mich ein paar Überschuhe fürs Winterradeln. Und die Barbara hat sich ein paar besonders warme und wasserfeste Stiefel gekauft. Gegen die kalten Füße. Da gibt es jetzt so Produkte mit Wärmegarantie bis Minus 50 Grad und wasserdichtem Gummibasisschuh.

Gekauft haben wir die Sachen beim Sport Sperk in Ottobrunn, gleich beim Isarcenter. Dort wie auch beim in der Nähe gelegenen Radfachgeschäft gleichen Namens gehe ich immer gerne einkaufen.

Mit unserer Beute sind wir zufrieden heim gezogen. Am Montag (15. November) gab es dann eine Enttäuschung. Reklame von genau diesem Sport Sperk flatterte uns ins Haus. Ab sofort gibt es 20 % Rabatt auf alles. Für eine beschränkte Zeit.

Was soll ich jetzt machen?

Mich ärgern? Die Waren zurückgeben und sie dann nochmal kaufen? Das ganze lässig betrachten, weil ich ja weiß, dass die modernen Vertriebsideologien es sich schon zum Prinzip gemacht haben, die Kunden zu übertölpeln oder übers Ohr zu hauen? Oder zum Überoptimierer werden, der nur noch im Internet den billigsten Lieferanten für das gewünschte Produkt sucht und dort einkauft?

Wir haben uns für den Weg zum Sport Sperk entschieden. Und Hut ab, ohne viel sagen zu müssen, hat man uns ohne ein einziges Wort den Rabatt im Nachhinein eingeräumt.

Über die permanenten Rabatte ärgere ich mich. Ich glaube, dass sie das Vertrauen in den Handel immer mehr beschädigen. Mir lassen sie das ganze „pricing“ von Waren als immer unseriöser vorkommen.

Die Reaktion der Dame an der Kasse aber fand ich gut. Ob sie damit den Schaden dieser permanenten „For Sales“- und Sonder-Rabatt-Aktionen ausgleichen kann, glaube ich nicht. Und gehe mal davon aus, dass immer mehr Käufer dem klassischen Handel den Rücken kehren und sich dem billigsten Lieferanten im Internet zu wenden werden.

Eigentlich schade!

RMD

Be Sociable, Share!

Kommentar verfassen

*