Roland Dürre
Montag, der 23. Februar 2009

RMD – Urlaubstagebuch #22 – Faschingssonntag

2. Tag: Von Anzio nach Gaeto Schönes Wetter, unterwegs zeigt ein Thermometer 17 Grad. Über 105 km geht es durch wunderschöne Landschaften, Ein Ort ist malerischer als der andere. der Verkehr wird glücklicherweise auch weniger. Dafür tauchen immer mehr Radfahrer, einzeln und in Gruppen auf. 20, 30 Radfahrer oft einheitlich im bunten Dress mit Affentempo auf Rennrädern. Ein freundliches „Salve“. Dann auch Motorradfahrer. Am Straßenrand sehen wir Kränze mit Bildern und Kreuzen. Die drei am Vorabend gekauften Apfelsinen schmecken zum späten Frühstück köstlich. img_0022 Dann rollen die Räder auf dem flachen Weg mit nur leichter Höhendynamik weiter nach Süden. Rechts das Meer, auf der linken Seite Lagunen, ein schmaler Damm durchs Wasser. Wir sehen ein Nuklearzentrum und umfahren ein riesiges Militärgelände. img_0020Zwischendurch wird der Weg sandig. In Porto Badino, Terracina, im Ristorante Il Pirata an der Via Pontina Km 105 gibt es ein wunderschönes Mittagessen, Vorspeisen des Meeres, leckere Spaghetti und Gnocci. Ein halber Liter Hauswein (ein Gedicht), der abschließende Espresso ist eine schwarze Sünde. Dann weiter Richtung Süden. Nasse Straßen, es muss vor kurzem geregnet haben. In Sperlonga scheint die Sonne, wir leisten uns das zweite Eis auf unserer Reise. Es schmeckt wieder sensationell. Allein für dieses Eis lohnt es sich, durch Italien zu radeln. Dann Endspurt, die zweite Nacht wollen wir in Gaeto verbringen. Plötzlich sind dunkle Wolken am Horizont. Und dann geht es schon los. Zuerst ganz wenig, dann immer stärker, mit ein wenig Eisregen. Von der Seite leuchtet noch die Sonne. Die Hotels auf dem Weg nach Gaeto sind alle geschlossen. Also – Zähne zusammen beißen – es geht hoch und runter und durch ein paar Tunnels und dann liegt es vor uns – Gaeto. Wir radeln runter, mittlerweile ziemlich nass und fragen einen Herrn mit Hund nach einem offenen Hotel. Er weiß eines in der Nähe und erklärt uns den Weg zum „Flamingo“, drei Sterne. Immer gerade aus bis „ultimo“ und dann gleich rechts. Wir finden es auf Anhieb. Der Kilometerstand ist bei 106, das GPS hat die Kilometer in den Tunnels nicht mitgezählt. Rein ins Hotel, die nassen Klamotten ausgezogen, eine heiße Dusche, der Abend kann kommen und wir freuen uns auf das schöne warme Bett.

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