Roland Dürre
Montag, der 23. Februar 2009

RMD – Urlaubstagebuch #23 – Rosenmontag ♫

3. Tag: Von Gaeto nach Neapel

Es wurde wieder ein weiter Weg. Die ersten 50 km waren doch recht verkehrsstark, dann ging es rechts weg, an der Küste entlang in Richtung Pozzuoli. Die Verkehr wurde weniger, die Fahrt angenehmer.

Plötzlich waren wir für mehrere Kilometer in Afrika – fast nur noch Menschen mit schwarzer Hautfarbe auf der Strasse. Und wieder viele Mädels mit eindeutigen Angeboten. Hat uns schon ein wenig berührt.

img_0041

img_0040Dafür wieder 105 km, diesmal aber den ganzen Tag bei schönsten Wetter. Die Küstenstraße mit dem kleinen Pass von Pozzuoli nach Neapel war wegen eines Erdrutsches gesperrt, so mussten wir umkehren und durch den Berg über die Hauptstraße mit Tunnel überwinden. Und was für ein Tunnel – hoch wie eine Kathedrale. In Neapel haben wir dann endlich ein Hotel (Bella Capri – ein Backpacker) gefunden – und so sitze ich hier und mache schnell die Reiseberichte fertig – allerdings erst nach einem köstlichen Essen mit speziellem neapolitanischen Kuchen zum Abschluss.

Vielleicht noch kurz zu den Kosten: Die Fahrkarte nach Rom im Double und zurück kostet gut 500 EURO. Für die Übernachtungen haben wir die ersten beiden Nächte je 70 EURO und in Neapel gar nur 60 EURO gezahlt. Mittagessen und Abendessen war immer unter 40 EURO – mit Wein und Wasser. Morgen fahren wir Schiff, dann kommt noch am Freitag die Heimfahrt von Salerno nach Rom dazu, es läppert sich also so zusammen. Kann gut sein, dass ein „all inclusiv“ Hotel in Tunesien auch inklusive Flug deutlich billiger wäre. Aber irgendwie ist es so schöner, die Erlebnisse sind zahlreicher und intensiver, als ich hier berichten kann.

Und zu den Straßen: Ja, es gibt schon viele Autos in Italien und die Italiener scheinen immer unterwegs zu sein. Aber wenn man Rom – Neapel mit dem Rad machen will, geht es kaum anders. Unterwegs haben wir viel Kopfsteinpflaster und „geflickte“ Straßen gesehen. Es rumpelt oft ganz schön. Und wenn man rechts fährt, muss man aufpassen – zu leicht kann man mal 20 oder mehr cm in die Tiefe rutschen, die Böschung ist oft ziemlich „unbefestigt“ – was wohl zu einem unvermeidlichen Sturz führen würde.

Und zu den Hotels: Alles sauber und nur freundliche Gastgeber. Und: alle Zimmer immer mit Fliesen oder Granit – nie mit Teppichboden (Ich hasse den Teppichboden in deutschen Hotels)!

Aber Rom – Neapel haben wir jetzt zu erstmal gut überstanden. Und heute Abend das Neapel mit den kleinen bunt beleuchteten Gassen, in denen die Mopeds und RollerI nur so herumschwirren. Die vielen Straßenaltäre. Das Treiben auf den Strassen … Das hatte schon etwas.

Ich bin zufrieden und ein wenig stolz, die cirka 280 für mich flotten Kilometern von Rom nach Neapel geschafft zu haben und morgen früh geht es zuerst Mal mit dem Schiff nach Capri und dann weiter nach Sorrentino.

So soll es sein, so kann es bleiben! Vorsicht – Musik!

RMD

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