Roland Dürre
Mittwoch, der 25. Februar 2009

RMD – Urlaubstagebuch #24 – Faschingsdienstag ♫

4. Tag: Von Neapel nach Sorrento

Am Faschingsdienstag waren wir faul. Wir hatten ein ordentliches Frühstück in unserem preiswerten Hotels „Bella Capri“ im 6. Flur eines Geschäftshauses ganz nahe am Hafen. Die Räder waren bei uns im Zimmer, sie mussten erst wieder mit dem kleinen Aufzug runter gebracht werden (senkrecht auf dem Vorderrad stehend). Jede Aufzugsfahrt zwischen 7:00 morgens und 19:00 Abends kostete übrigens 5 Cent, nachts war das Aufzug fahren kostenfrei.

Um 9:30 ging es dann per Schiff nach Capri. Von Neapel nach Capri beträgt die Entfernung 50 km (Luftlinie), das Schiff braucht dafür 45 Minuten, muss also in der Spitze über 60 km/h schnell sein.

Capri war natürlich eine Schau. Ein wenig fleißig waren wir dann doch. Zuerst ging es mit Rad hoch nach Capri Centro, ungefähr 150 Meter hoch. Dort war wieder mal Faschingstreiben, tolle Kostüme tanzten auf Stelzen, dazu spielte so richtige Karneval-Blasmusik. Der Capuccino kostet in Capri übrigens 4 EURO, ist auch nur noch eine Frage bis wann er dann den neuen Einheitspreis von 5 EURO für ein Getränk kosten wird.

Wir fuhren dann weiter nach Anicapri (hohes Capri, ungefähr 290 Meter hoch). Die Seilbahn auf den höchsten Berg der Insel war nicht in Betrieb. So fuhren wir unter zur „Blauen Grotte“, der GROTTO AZZURRO. Dort kam gerade ein großer Pulk Touristen mit einem größeren Boot an. Die Touristen auf dem großen Boot wurden in drei kleinere Boote in „Fünferpacks“ umgeladen und durch die Grotte geschleust. Zuerst ärgerten wir uns wegen der Wartezeit. Nach dem das große Boot abgearbeitet war, durften wir auch noch eine Fahrt machen. Und dann drehten die Boote ab und verschwanden. Aus Pech wurde Glück, denn die Blaue Grotte war wirklich ein Erlebnis, und ohne das Touristenboot wäre auch diese Attraktion für uns „ins Wasser“ gefallen.

Aufgefallen sind uns in Capri die orangenen und extra-schmalen öffentlichen Busse, die alle trotzdem kräftige Schrammen an beiden Seiten hatten, und die vielen Skooter (Mopedähnliche Motorroller). In der Saison muss es auf der kleinen Insel mit 15.000 Besuchern täglich dann schon ganz schön eng und laut hergehen. Aber im Februar kann man es auf Capri ganz gut aushalten.

Wir fuhren dann mit unseren Rädern wieder zurück nach Anicapri (nochmal 290 Höhenmeter) und dann über Capri hinunter zum Hafen. Das Schiff um 15:15 brachte uns nach Sorrento (Fahrzeit ungefähr 20 Minuten). Die Touristikinformation gleich am Hafen war offen, ein freundlicher Herr (Nino) besorgte uns telefonisch ein exzellentes Hotel, wieder zu 70 EURO!

Ja, das waren heute nur gut 20 km, aber immerhin kamen wir auf gut 600 Höhenmeter (von Sorrento-Hafen ins Centro geht es auch noch mal ganz schön hoch, man muss da eine wunderschöne Steilküste rauf). Heute Abend gehen wir traumhaft italienisch essen und morgen von Sorrento nach Amalfi werden es wieder deutlich mehr Kilometer und Höhenmeter!

RMD

P.S.
Die Bilder folgen später! Aber hier schon das Lied zu Capri oder auch die Flippers: Wenn vor Capri die rote Sonne … oder die Paola (gefällt mir am besten)!

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