Roland Dürre
Donnerstag, der 7. Oktober 2010

S21 zum Zweiten – Der Wert der Immobilien

Als (kleiner) Immobilienspekulant interessieren mich Projekte wie S21 natürlich auch aus Gründen, die nichts mit Eisenbahn und Demokratie zu tun haben (obwohl ich beides liebe). 🙂

Vielmehr habe ich mal gerechnet, ab wann sich so ein Projekt für den gemeinen (nicht negativ gemeint) Immobilienspekulanten lohnt. Und da sieht es nach meiner Überschlagsrechnung für die Investoren gar nicht gut aus:

Die gewonnene Stadtfläche soll 1 Quadratkilometer sein. Nach einfacher Rechnung sind das eine Million (1.000 mal 1.000) qm.

Wie viel davon kann ich bebauen? Ich fürchte (immer aus Spekulantensicht betrachtet), dass ich leider eine ganz schöne Menge des gewonnenen Neulands für Infrastruktur (Straßen, Busbahnhöfe, öffentliche Gebäude  und sonstige Gebäude und Einrichtungen) abgeben muss. Sagen wir mal optimistisch, dass die Hälfte der Fläche, also 500.000 qm, zur Verwertung kommen könnte.

Dann muss ich noch einen Quadratmeterpreis annehmen. Jetzt kenne ich die qm-Preise in Stuttgart nicht. Aber da ich a) großzügig bin und b) an Inflation glaube, gehe ich mal davon aus, dass wir in dieser Lage 10.000 EURO pro Quadratmeter erzielen können.

Mit diesen Annahmen rechne ich einen Erlös aus dem Verkauf der neu geschaffenen Grundstücke in Höhe von  5 Milliarden (500.000 mal 10.000 macht 5 Milliarden).

Und das wäre mir dann bei den zu erbringenden Investitionen doch zu wenig. Also:

Liebe Spekulanten! Finger weg von diesem Projekt. Sieht nicht gut aus!

Es sei denn, ein anderer würde die Kosten übernehmen …

Mäh. Oder Muh! Ziege oder Kuh!

RMD

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1 Kommentar zu “S21 zum Zweiten – Der Wert der Immobilien”

  1. Chris Wood (Donnerstag, der 7. Oktober 2010)

    I use main railway stations much less than Roland, rarely support the CDU, and am not a businessman. Yet I must support S21 against Roland. In a chat show last night, the arguments against it were very dubious. The supporters seemed to understand things much better. The main agreed deficit of the project was that it had not been sold to the public. The organisers had not realised that with growing direct democracy, such projects need advertising budgets, rather than letting experts make decisions. It also became clear that a major objective of many protestors is to get the CDU out of power in the Land, and also to discredit Merkel. The CDU has been in power in Baden-Württemberg for a long time, and seems to have done a reasonable job there.
    Roland ignores the value to the community of the 500,000 qm not to be sold. It seems reasonable to value this as highly as the rest of the area, making the whole project worth 10 billion. Surely there are also further benefits from putting rails underground.
    Roland severely criticises German industry and representative democracy. Yet they are the envy of the World, (in so far as the world takes notice of Germany).
    It may be that drastic measures are needed to cope with dwindling resources in the World, but demo-government will be even more wishy-washy than what we are used to.

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