Roland Dürre
Freitag, der 15. März 2013

Schach & Management

Wenn man das greise Alter von mehr als 60 Jahren erreicht hat, dann blickt man auch öfters mal auf das eigene Leben zurück. Und da ich ganz zufrieden mit dem erreichten und bewirktem bin, denke ich auch ab und zu darüber nach, was und wer mir alles im Leben geholfen hat. Da gibt es einiges. Sicher war das Studium der Mathematik und Informatik eine gute Wahl. Bei Siemens habe ich viel gelernt. Im Leben bin ich immer wieder Menschen begegnet, die mich dann einen Stück des Weges begleitet und dabei sehr geholfen haben. Und wie es scheint habe ich auch die richtige Frau geheiratet.

Da war aber noch weiteres, das mir sehr gut getan hat. So zum Beispiel, dass ich im wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium Jakob Fugger schon sehr früh Buchführung und BWL erlernt habe.

Und dann gab es noch was von besonderer Wichtigkeit – das Schachspiel. Schach habe ich als kleiner Bub von meinem Vater gelernt und das Schachspiel mit ihm wurde schnell zur regelmäßigen Beschäftigung an den Sonntag-Nachmittagen. So ging es los mit der Freude am Schach. In der Unterstufe im Gymnasium habe ich dann zuerst über die Schulmannschaft und dann ernsthaft im Verein Schach als Sport betrieben. Und siehe, die Schulnoten wurden ganz schnell besser. Ganz einfach, weil ich beim Schach schnell gelernt habe, mich so richtig zu konzentrieren.

Aber Schach hat mir noch viel mehr gegeben. Ich würde sagen, dass ich beim Schach fürs Leben gelernt habe. Schwierige Situationen im Leben wie im Geschäft haben durchaus viel Ähnlichkeit mit Problemen, die man vom Schachbrett her kennt. Die Lösungsstrategien, die ich beim Schach gelernt habe, haben mir im realen Leben genutzt. Schach hilft „mit Intuition und Strategie“ Schwieriges anzugehen und zu lösen.

Beim Schachspiel und -sport habe ich auch viele Freunde gewonnen. Gleichgesinnte sind zum Beispiel Dijana Dengler und Stefan Kindermann. Beide sind auch SchachsportlerInnen, allerdings deutlich besser als ich. Die Diplom-Volkswirtin Dijana ist FIDE-Meisterin und hat an zahlreichen Olympiaden teilgenommen. Schach hat sie zu ihrer Mission gemacht. Sie ist so auch die Cheftrainerin der Münchner Schachstiftung. Die Münchner Schachstiftung hat große Erfolge bei der Resozialisierung extrem benachteiligter Kinder. Ein erfahrener Street Worker der Landeshauptstadt München hat mir bestätigt, dass Schach oft das einzige Mittel ist, solche Kinder und Jugendlichen noch zu erreichen.

Stefan ist Schachgroßmeister und Geschäftsführer der Münchner Schachakademie. Auch er hat an Schach-Olympiaden teilgenommen und sich sogar einmal für die WM qualifiziert. Beruflich ist er Coach und Psychologischer Berater sowie Autor mehrerer Bücher. Gemeinsam mit Professor Dr. Robert K. Freiherr von Weizsäcker und Dijana hat Stefan den Königsplan entwickelt und trainiert Führungskräfte in Seminaren und Workshops in dieser Disziplin.

Und um den Königsplan geht es jetzt. Denn der Königsplan überträgt die Strategien des Schachspiels ins echte Leben. Und hilft „Entscheidern“ durch einen klugen Wechsel der Perspektive zu einer vorteilhaften Kombination von Ratio und Intuition.

Ich erlebe immer wieder, wie mir das im Schachsport Erlernte im Leben hilft (privat wie geschäftlich, aber gehört das eh nicht zusammen?). Es gelingt mir so meine „Lage“ ein klein wenig besser zu bewerten. Ob ich in einer guten oder schlechten Position bin. Und aufbauend auf dieser Bewertung gelingt es mir ein klein wenig öfters die richtige denn die falsche Entscheidung zu treffen.

Und ich glaube, so ein kleiner Vorteil kann schon wesentlich beitragen, dass es einem gut geht und man die Chance hat, ein zufriedener Mensch zu werden.

Da man vom Schach viel lernen kann, gehe ich mal davon aus, dass man von den Meistern dieser Diziplin noch mehr lernen kann. So gehe ich am Samstag, den 11. Mai zu einem offenen Seminartag „Königsplan“. Das Seminar geht von 9:30 bis 17:00 und findet ganz zentral in München in der Zweibrückenstraße 8 statt. Das ist gleich neben dem Deutschen Museum.

Freue mich aufs Seminar und natürlich besonders auf die Menschen, mit denen ich den Königsplan dann gemeinsam erleben darf.

RMD

P.S.
Ein zweites Seminar findet schon früher, am Freitag, den 26. April in der selben Lokation statt. Das Seminar kostet € 580 incl. MwSt., Verpflegung für den Tag und ein signiertes Exemplar des „Königsweg“ sind im Preis inbegriffen. Infos zum Königsplan findet man auf dieser Website, zur Anmeldung per E-Mail geht es hier.

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1 Kommentar zu “Schach & Management”

  1. Chris Wood (Samstag, der 16. März 2013)

    I intend to write something on this too. See http://en.wikipedia.org/wiki/Baruch_Harold_Wood. (Also in German).

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