Roland Dürre
Donnerstag, der 30. Juli 2009

Schweinegrippe auf der Insel und bei mir!?

SchweineDie Nachrichten aus England sind ja wirklich beeindruckend. Jetzt haben sie auf der Insel schon eine Website, auf der man seine Symptome eingeben kann.

Im Falle eines Falles kann man sich ein Rezept ausdrucken, mit dem man sich das rezeptpflichtige Medikament Tamiflu an der nächsten Abgabe-Stelle abholen kann.

Erinnert mich an die Expertensysteme der längst vergangenen KI-Zeit (KI für Künstliche Intelligenz, AI im Englischen). Für die Pharma-Industrie freue ich mich, denn Tamiflu und neue Impfstoffe sind für diese Branche das beste Konjunkturprogramm.

Meine Tochter hat auch schon von der Schweinegrippe profitiert. Immerhin fiel für einen Tag die Schule aus. Das Gymnasium Ottobrunn war wegen eines später bestätigten Verdachts für einen Tag gesperrt.

Ich habe auch gelernt, dass die aktuelle Schweinegrippe gar nicht so gefährlich ist. Die Hauptgefahr besteht darin, dass das Virus mutieren und dann so richtig gefährlich werden könnte.

Da denke ich mir, dass es das beste wäre, wenn ich die Schweinegrippe jetzt gleich bekäme. Noch ist sie harmlos, und ich wäre dann gegen gefährlichere Mutationen immun. Oder auch nicht?

Das ist aber keine Lösung, denn wenn es viele Virenopfer (Erkrankte) gibt, dann steigt ja die Wahrscheinlichkeit von Permutationen.

Im „Arm und Reich“ von Jared Diamond habe ich gelesen, das Menschen Schweinegrippe haben, seitdem sie die Schweine domestizieren. Und das ist schon sehr lange her.

Dann habe ich doch keine Angst vor der Schweinegrippe und wende mich wieder den wahren Ängsten unserer Zeit zu: der Weltwirtschaftskrise oder der Klimakatastrophe.

RMD

P.S.
Das Bild zeigt Schweine nicht auf der englischen Insel, sondern auf einer Insel im Südpazifik, dem Königreich Tonga. Dort leben sie im Inselstaat noch so richtig frei, so wie Schweine leben sollten. Fotografiert haben wir sie bei einem kleinen Radausflug, bei dem wir einen Teil der Insel umrunden konnten.

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