Seit dem ich denken kann denke ich immer viel nach. War mal der kleine (zu?) introvertierte Junge. Heute bin ich der ältere (zu?) extrovertierte Herr. Nachdenken tue ich aber nach wie vor. Über alles mögliche. Und vielleicht viel zu viel.

Mit jedem Lebensjahr denke ich auch immer ein wenig mehr darüber nach, wie ich mit meiner Zeit „sinnvoll“ umgehen kann. Wie ich sie „erfolgreich“ nutzen kann. Und was ich eigentlich will.

Die Gedanken ändern sich im Lauf der Zeit. So wie die Wichtigkeiten. Und die Formulierungen. Zurzeit ist mir das Folgende wichtig. Oder besser gesagt, zurzeit würde ich das Wichtige für mich in etwa so formulieren.

Das Wissen

Wissen ist die Basis. Den Begriff verstehe ich im Sinne der Aufklärung. Die Dinge hinterfragen. Kritisch sein. Tabus durchbrechen, Dogmen widerlegen. Das Wissen mit dem selbst Erlebten in Einklang bringen, die eigene Erfahrung ergänzen.

Der Mut

Wissen muss mutig angewendet werden. Früher habe ich hier gerne von Zivilcourage und/oder konstruktivem Ungehorsam gesprochen. Heute gefällt mir Mut besser. Es ist ein so klares Wort.

Die Freude

Um Wissen mutig anzuwenden braucht man Freude. Freude entsteht, wenn wir auf Augenhöhe begegnen und fair miteinander umgehen. Wenn wir uns und andere ernst nehmen wie selber ernst genommen werden.

Ehre und Respekt

Nur wenn wir Menschen ehren und akzeptieren, können wir sie respektieren und werden selbst respektiert. Der Respekt jedoch beschränkt sich nicht auf  Menschen, sondern auf die ganze Schöpfung oder was das ist, in dem ich lebe.

Wenn es mir gelingt, immer ein klein wenig wissender zu werden (über mich und alles andere), darauf basierend mutig zu handeln und so möglichst viele Stunden in Freude zu erleben, dabei meine Mitmenschen ehre und in meinem Handeln den Respekt vor der Welt bewahre, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich mein Leben als  „erfolgreich“ und „sinnvoll geführt“ bewerten könnte.

RMD

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