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1 Kommentar zu “Unternehmenskulturen, Bullshit Bingo und der Outlook-Kalender”

  1. Edwin Ederle (Mittwoch, der 28. Mai 2008)

    Auch ich spüre das “Es ist fast unmöglich, sich zu verweigern.” – zum Glück mit
    dem Wörtchen fast.
    Auf die Frage “Warum?” bekommt man – wie so oft – keine befriedigende
    Antwort. Einen Bedarf für das Offenlegen des Kalenders konnte mir bisher
    niemand darlegen. Aber “es machen ja alle”, “die Möglichkeiten der neuen
    Technologien muss man ja nutzen” (Warum?) und “es ist doch so
    praktisch”(wofür?).
    Ich bin gerade meinen Kalender durchgegangen und stelle fest, dass es
    eigentlich nichts gäbe, was nicht jeder sehen dürfte. Gerade weil ich zu
    faul bin, lange Einträge zu schreiben (oder weil ich Einträge auf einer
    benutzerfeindlichen Handytastatur schreibe) ist vieles so kryptisch, dass
    ich es selbst kaum verstehe.

    Was mich aber massiv stört: Ein Offenlegen meines Kalenders würde mich
    wahrscheinlich zwingen, meinen Arbeitsstil zu ändern. Wenn es anderen nicht
    nur darum geht, ihre Neugierde zu befriedigen (dann sollten sie mich fragen
    – in einem für beide Seiten anregendem Gespräch kann man doch so viel mehr
    erfahren), sondern einen Überblick über meine verfügbare Zeit oder über das,
    was ich tue zu bekommen, müsste ich mein Arbeitsverhalten deutlich ändern.
    Muss ich in meinen Kalender eintragen, wenn ich mal 2 Stunden über etwas
    nachdenken will? Bisher gibt es einige Termine, die ich nicht aufschreibe,
    weil ich weiß, dass ich sie nicht vergesse, oder weil sie eine Bedeutung
    haben, die sie jenseits eines Kalendereintrags heben (Ich möchte den
    Geburtstag meiner Frau nicht eintragen müssen) – trotzdem sind das Termine,
    die wichtig sind und wo ich keine Zeit habe.
    Also ist mein Kalender, in der ganz persönlichen Weise, wie ich ihn benutze
    nur für mich nützlich und für andere unbrauchbar.
    Niemand könnte sich darauf verlassen, dass ich zu einer Zeit, wo kein
    Kalendereintrag vorhanden ist, Zeit für ein Meeting habe. Vielleicht will
    ich ja in dieser Zeit nur nachdenken – außerdem halte ich den Zwang, einen
    Meetingtermin abstimmen zu müssen für sehr heilsam, weil man sich auch dafür
    rechtfertigen muss, Zeit vom anderen zu erbitten – und es gibt viele
    Meetings, die absolut überflüssig sind. Je einfacher es ist, Leute
    einzuladen, um so mehr und umso größere dieser nutzlosen Meetings entstehen.

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