GythioSpaziergang1Die wichtigsten Stakeholder haben wir schon besprochen: Die Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Auch über die Shareholder als Stakeholder eines Unternehmens habe ich berichtet.

Die Lieferanten jenseits der Subunternehmer sind zahlreich: Die für die Firmenautos zuständige Werkstatt, die Bereitsteller der Kommunikation und IT-Infrastruktur, die Hotels, in denen die Mitarbeiter schlafen, die Lieferanten von Hardware- und Büromitteln, sie sind genauso wie die Rechtsanwälte, Steuerberater, Auditoren und weitere Berater Stakeholder eines Unternehmens.

Geschäft1Es gibt noch viel mehr Stakeholder: Es sind die Familien der Mitarbeiter, die Menschen, die bei den Behörden arbeiten, mit denen das Unternehmen zu tun hat, wie Gemeinde, Finanzamt, Landratsamt usw.

Stakeholder sind auch die Menschen bei den Geschäften oder Gaststätten, in denen die Mitarbeiter einkaufen oder essen gehen genauso wie der „Döner-Mann“von nebenan. Die Nachbarn des Unternehmens sind Stakeholdern wie die Vertreter der lokalen Kommune, Verbände und Vereinigungen.

Wahrscheinlich fallen uns noch mehr ein – wie die Damen und Herren von der Presse.

Wichtig ist nur:

Ein „ethisches Unternehmen“ sollte versuchen, möglichst viele Stakeholder zu haben. Und möglichst viele von diesen als Verbündete für sich zu gewinnen.

RMD

3 Kommentare zu “Unternehmertagebuch #20 – Das Ethische Unternehmen – 11. Notwendige Bedingungen für den Umgang mit allen Stakeholdern”

  1. Enno (Donnerstag, der 3. September 2009)

    Moin moin Herr Dürre,

    Ich kann Ihre Schlusssätze nicht ganz nachvollziehen. Eventuell liegt es daran, dass ich noch nicht genau verstehe, wie Sie „Stakeholder“ definieren.

    In meinen Augen ist es gerade unglücklich, allzu viele Stakeholder zu haben, wenn man ethisch agieren will. Je mehr Interessen in einem Unternehmen aufeinanderprallen, umso größer wird doch der Vermittlungs- und Abwägungsaufwand eines Unternehmens, dass sich um faire Berücksichtigung aller Ansprüche bemüht.
    Und bei konfligierenden Zielen der einzelnen Stakeholder müssen die Rechte von umso mehr Stakeholder zurücktreten oder verletzt werden, um einen Kompromiss zu finden.

    Dass möglichst viele Stakeholder als Verbündete gewonnen werden sollten, leuchtet mir ein. Das gilt für jedes Unternehmen, unabhängig, ob es sich ethisch verhalten will.

  2. rd (Donnerstag, der 3. September 2009)

    Danke! Natürlich muss man Stakeholder definieren.

    Für mich sind Stakeholder alle Menschen, die an einem Unternehmen teilhaben. Sei es mit dem Herzen, auf ideeller oder wirtschaftlicher Basis.

    Aber nicht Menschen, die Kontrolle über das Unternehmen und seine Menschen ausüben wollen.

    Jetzt stellen Sie sich folgende Utopie vor. Alle Menschen auf der Welt sind Stakeholder Ihres Unternehmens. Und alle diese Stakeholder sind Ihre Verbündete!

    Dann würde ich um die Konkurrenz aber so richtig fürchten! Wahrscheinlich wären Sie ein Monopolist!

    RMD

  3. Enno (Dienstag, der 8. September 2009)

    Moin moin,
    Ja, das wäre sich eine Idealsituation. Mir scheint das aber weniger in ethischer Hinsicht als in ökonomischer Hinsicht ein riesiger Vorteil zu sein.

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